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Ausbildungen mit Kindern: 6 Möglichkeiten für dich

Ausbildungen mit Kindern
Verfasst von Daniel Duddek

Die Arbeit mit Heranwachsenden ist abwechslungsreich, bringt Freude und ist kreativ. Angesichts dessen interessieren sich viele Personen für Ausbildungen mit Kindern. Sich zwischen den angebotenen Ausbildungs- und Studiengängen zurechtzufinden, kann jedoch schnell zu einer großen Herausforderung werden.

Darum möchten wir dir in diesem Artikel einige der beliebtesten Optionen vorstellen. Zudem verraten wir Tipps, wie du den am besten zu dir passenden Beruf findest.

Natürlich kann ein Job im Bereich der Kinderpflege auch sehr herausfordernd sein. Die Arbeit erfordert eine Menge Geduld, Einfühlungs- und Durchhaltevermögen.

Denn zur Entwicklung von Heranwachsenden gehört auch dazu, dass sie erst lernen müssen, ihre eigenen Gefühle zu deuten und zu kontrollieren. Hierbei ist deine Hilfestellung gefragt.

Im Gegenzug fühlt man sich jedoch gut, weil man einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Heranwachsenden leistet. Du gehst auf ihre Bedürfnisse ein und darfst ihnen zum Beispiel dabei zusehen, wie sie ihre motorischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen verbessern.

Überdies profitierst du von der unbeschwerten Art, die die Sprösslinge meist an den Tag legen. Sie bringen dich zum Lachen und eröffnen dir neue Blickwinkel auf die Welt.

Das kann wiederum positive Auswirkungen auf dein Leben haben, indem du manche Dinge nicht mehr so schwer nimmst wie früher.

Ausbildungen mit Kindern

Möchtest du einen Beruf mit Kindern ergreifen, gibt es viele Möglichkeiten für eine Qualifizierung. Viele Interessierte denken zunächst nur daran, Erzieher zu werden.

Bei diesem Beruf arbeitest du in einer Krippe oder einem Kindergarten und betreust die Heranwachsenden bei ihrer Entwicklung. Darüber hinaus existiert jedoch noch eine Reihe weiterer Ausbildungsgänge.

Einige der beliebtesten sind folgende:

  • Sozialpädagogischer Assistent: Als sozialpädagogische Assistentin arbeitest du eng mit den Erziehern zusammen und unterstützt sie bei ihrer Arbeit. In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, welche Aspekte bei der Betreuung von Heranwachsenden wichtig sind und wie du pädagogische Prozesse in der Praxis umsetzt.
  • Heilpädagoge: Eine Heilpädagogin arbeitet mit Kindern und Jugendlichen, die aufgrund eines Defizits eine besondere Förderung benötigen. Du unterstützt die Heranwachsenden gezielt in ihrer Entwicklung und begleitest sie bei ihrer Integration in die Gesellschaft. Hierfür entwickelst du individuelle Förderpläne.Kinderkrankenpfleger: Bist du medizinisch interessiert, könnte der Beruf des Kinderkrankenpflegers etwas für dich sein. Dabei arbeitest du in Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen und betreust kranke Heranwachsende. In diesem Zusammenhang bist du jedoch nicht nur für Pflege zuständig, sondern führst auch medizinische Maßnahmen durch.
  • Kindercoach: Kinder- und Jugendcoach wirst du nicht in Form einer klassischen Berufsausbildung. Stattdessen gibt es spezielle Fortbildungen, in denen du die nötigen Kenntnisse erlernst. Voraussetzung hierfür ist ein pädagogisches Grundverständnis. Später kannst du dich weiter spezialisieren und etwa Potenzialentfaltungscoach werden.
  • Logopäde: Als Logopädin unterstützt du die Heranwachsenden bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. In der Ausbildung lernst du, woran du die Störungen erkennst, wie du individuelle Therapiepläne entwickelst und mit Heranwachsenden verschiedenen Alters richtig zusammenarbeitest.
  • Heimerzieher: Als Heimerzieherin arbeitest du in Jugendwohneinrichtungen und betreust die Kinder und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihrer Familie leben können. Um mit den harten Schicksalen umgehen zu können, solltest du psychisch sehr stabil sein.

Kinder- und Jugendcoach werden

Studiengänge für pädagogische Berufe

Neben den Ausbildungsmöglichkeiten gibt es viele Studiengänge, die auf Berufe mit Jugendlichen und Kindern vorbereiten. Voraussetzung hierfür ist, dass du das Abitur hast.

Manche Fachhochschulen lassen jedoch auch Bewerber zu, die bereits eine pädagogische Ausbildung absolviert und Berufserfahrung gesammelt haben. Denn in diesem Fall bringst du ebenfalls die nötigen Kompetenzen für Erzieher mit. 

Mögliche Studienfächer rund um die Arbeitsfelder der Erzieher sind diese:

  • Kindheitspädagogik: Ein Studium der Kindheitspädagogik ist auf die Arbeit mit Kindern im Alter von etwa null bis zehn Jahren ausgerichtet. Im Studium geht es um Themen wie Entwicklung, Bildung, Erziehung und Integration. Als Kindheitspädagoge hast du die Möglichkeit, in verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu arbeiten. Hierzu zählen Kindertageseinrichtungen, Familienzentren sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
  • Sonderpädagogik: Ein Studium der Sonderpädagogik bereitet darauf vor, Heranwachsende mit besonderem Förderbedarf zu unterstützen. Inhaltlich dreht sich das Studium um Themen wie Diagnostik, Förderplanung und -umsetzung sowie um rechtliche und ethische Aspekte. Als Absolventin kannst du in Einrichtungen der Behinderten- und Sozialhilfe oder in Schulen und Kindertagesstätten arbeiten.
  • Soziale Arbeit: Ein Studium der Sozialen Arbeit bietet dir ebenfalls eine breite Grundlage für den Einstieg in die Kinder- und Jugendarbeit. Du beschäftigst dich dabei mit Themen wie Sozialisation, Gruppendynamiken, interkulturelle Kompetenzen oder Sozialrecht.
  • Erziehungswissenschaften: Ein klassisches Studium für Erzieher sind die Erziehungswissenschaften. Hierbei erlernst du die wissenschaftlichen Grundlagen der Erziehung und Bildung. Zudem geht es um die Anwendung der pädagogischen Theorien in der Praxis.
  • Medizin: Auch ein Medizinstudium ermöglicht dir, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, indem du etwa Kinderarzt wirst. Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist ein ausgezeichneter Schulabschluss sowie Interesse und Verständnis für medizinische Themen.

Ausbildung mit Kindern

Wie finde ich den richtigen Beruf?

Da die Auswahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten so groß ist, fällt Interessierten die Entscheidung für eine Option oftmals nicht leicht. Aus diesem Grund solltest du dir zunächst einmal überlegen, mit welcher Zielgruppe du gern zusammenarbeiten möchtest.

Willst du beispielsweise im Bereich der Schulsozialarbeit tätig werden, passt ein Studium der Pädagogik gut. Beabsichtigst du, körperlich beeinträchtigte Heranwachsende zu unterstützen, kannst du dich mit einer Qualifizierung zur Heilpädagogin darauf spezialisieren. 

Helfen kann es zudem, sich ausführlich über die Studiengänge und Ausbildungen zu informieren. Lies dir am besten die dazugehörigen Beschreibungen genau durch.

Ebenso vorteilhaft ist die Suche nach Erfahrungsberichten von Absolventen oder aktiven Fachkräften. Vielleicht gelingt es dir sogar, ein kleines Netzwerk zu diesen aufzubauen. 

Ebenfalls nützlich ist das frühzeitige Sammeln von praktischen Erfahrungen. Durch Praktika und Hospitationen erhältst du realistische Einblicke in einen Beruf und kannst danach besser einschätzen, ob dieser wirklich etwas für dich.  

Darüber hinaus solltest du diese Faktoren beachten:

  • Persönliche Eigenschaften: Nicht jeder Person liegt jede Aufgabe gleich gut. Arbeitest du lieber im Team als allein, ist beispielsweise der Beruf des Familiencoachs eher nichts für dich. 
  • Finanzierung: Analysiere deine finanzielle Lage. Ist ein Studium für dich finanzierbar oder möchtest du lieber direkt Geld verdienen?
  • Berufsaussichten: Natürlich spielen auch die beruflichen Perspektiven bei der Berufswahl eine relevante Rolle. Insbesondere für Erzieher sind diese aktuell ausgezeichnet.

Es gibt viele Möglichkeiten für Ausbildungen mit Kindern. Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der dir Freude bereitet und bei dem du deine Fähigkeiten einsetzen kannst.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.