Startseite » Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern

Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern

Arbeit mit Kindern
Verfasst von Daniel Duddek

Heranwachsende sind unsere Zukunft. Deswegen ist es besonders wichtig, dass sich liebevoll und pflichtbewusst um sie gekümmert wird. Sie sollen nicht nur geistig und körperlich fit sein, sondern auch emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz besitzen, um ein friedliches Zusammenleben zu fördern. Diese Aufgabe obliegt einem Großteil, aber nicht allein, dem Elternhaus. Kinder und Jugendliche sind in eine Vielzahl von Systemen eingebunden, die vielfältige Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern bieten.

Angefangen bei der Krippe oder Kita, wechseln sie später in die Schule, haben einen Freundeskreis und sind nicht selbst zusätzlich in einem Verein aktiv oder besuchen ein Freizeitzentrum. All diese Systeme nehmen Einfluss auf die Entwicklung des Nachwuchses.

Das bedeutet, dass eine berufliche Tätigkeit im pädagogischen oder sozialen Bereich mit einer hohen Verantwortung einhergeht. Arbeitest du mit Heranwachsenden zusammen, bist du auch für deren Sozialisation und Bildung verantwortlich.

Gleichzeitig nimmst du eine Vorbildfunktion ein. Das Verhalten der Erzieher, Lehrer und anderer Pädagogen beeinflusst das Denken und Handeln des Nachwuchses.

Des Weiteren gilt es, gesunde Lebensgewohnheiten zu fördern beziehungsweise über physische und psychische Gesundheit aufzuklären. Hierzu zählt auch der richtige Umgang mit Stress.

Heranwachsende brauchen emotionale Stabilität und Unterstützung, um die Anforderungen des Alltags zu bewältigen. Personen in der Kinderbetreuung tragen dazu bei, ihnen dieses sichere Umfeld zu bieten.

Im Folgenden gehen wir näher darauf ein, was die Arbeit mit Heranwachsenden besonders macht und welche Ausbildungsberufe es in diesem Feld gibt. Noch mehr berufliche Auswahlmöglichkeiten eröffnest du dir mit einem Studium.

Hierfür eignen sich Bereiche wie die …

  • Pädagogik,
  • Psychologie,
  • Erziehungswissenschaften oder
  • Soziale Arbeit.

Während des Studiums erhältst du vielfältige Kenntnisse, die auch für einen Quereinstieg in ein anderes berufliches Feld nützlich sein können.

Mit Kindern arbeiten

Was macht die Arbeit mit Heranwachsenden besonders?

Berufe mit Kindern sind nicht wie jeder andere Job. Indem du mit den Erwachsenen von morgen arbeitest, kannst du unsere Zukunft prägen.

Zugleich ist die Kinder- und Jugendarbeit sehr erfüllend, da du siehst, wie die Heranwachsenden neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben. Dies bringt allerdings auch viele Herausforderungen mit sich.

Jedes Kind ist individuell und hat eigene Bedürfnisse. Außerdem bringt es abhängig von seiner Persönlichkeit ein bestimmtes Temperament mit.

Manche Sprösslinge sind schüchtern oder spielen lieber allein, weil ihnen der Trubel in einer Kita schnell zu viel wird. Es ist die Aufgabe des Erziehers, sie wieder in die Gruppe zu integrieren.

Im Gegensatz dazu sorgen andere Heranwachsende für Chaos. Sie sind wild oder beachten nicht, was die Erzieher ihnen sagen. In diesen Fällen ist es wichtig, sie zur Ruhe zu bringen.

Damit dies dauerhaft gelingt, können die Eltern etwa einen Entspannungstrainer für Kinder mit ihrem Nachwuchs aufsuchen.

Durch die unterschiedlichen Charaktere müssen Pädagogen flexibel sein und sich ständig auf neue Herausforderungen einstellen. Das erfordert nicht nur pädagogisches Geschick, sondern ebenso ein hohes Maß an Empathie.

Hinzu kommt, dass die Kleinen ihre Emotionen intensiver erleben als Erwachsene und ihre Gefühle noch nicht regulieren können. Pädagogen müssen dann in der Lage sein, sensibel zu reagieren – egal ob es sich um Freude, Angst, Wut oder Ärger handelt.

Heranwachsende zeichnen sich überdies durch ihre natürliche Neugier und Vorstellungskraft aus. Pädagogen sollten ebenso kreativ sein, um eine ansprechende Umgebung für die Sprösslinge zu schaffen. Wichtig ist es dabei auch, dass sie spielerisch die Konzentration fördern.

Wenn sie dies schon in der Kindheit lernen, stehen die Chancen gut, dass sie sich auch als Erwachsene auf eine Sache konzentrieren können. Üben lässt sich das beispielsweise beim Schachspielen.

Typische Ausbildungsberufe & Arbeit mit Kindern

Möchtest du mit Heranwachsenden arbeiten, solltest du nicht nur an pädagogische Jobs denken. Auch in anderen Bereichen ist es möglich, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Infrage kommt ebenso der medizinische oder sportliche Bereich.

Typische Ausbildungen mit Kindern sind zum Beispiel:

  • Kinderpfleger: Möchtest du in einer Krippe oder Kita tätig sein, ist eine Weiterbildung zum Kinderpfleger der klassische Weg. Dann sind deine Aufgaben vielfältig und tragen dazu bei, die Pflege und Entwicklung der Heranwachsenden sicherzustellen. Dabei schaffst du eine positive und unterstützende Umgebung, in der sich die Kleinen wohlfühlen. Ebenso arbeiten Kinderpfleger eng mit den Eltern zusammen und informieren diese über den Entwicklungsstand ihrer Sprösslinge.
  • Logopäde: Logopäden sind auf die Behandlung von Sprech- und Stimmstörungen spezialisiert. Mit Heranwachsenden arbeiten sie an einer normalen Sprachentwicklung. Heute kommen Kindergarten- oder Grundschulkinder zu ihnen, wenn sie bei der Aussprache bestimmter Laute Probleme haben. Für jeden Patienten wird dabei ein individueller Therapieplan entwickelt. Logopäden arbeiten aber nicht nur direkt mit den Heranwachsenden, sondern bieten auch Beratung für Eltern, Erzieher und Lehrer an.
  • Kinderkrankenschwester: Als Kinderkrankenschwester kümmerst du dich um die gesundheitlichen Bedürfnisse von Heranwachsenden, die beispielsweise im Krankenhaus liegen. Du sorgst dich um sie, assistierst bei medizinischen Untersuchungen und verabreichst den kleinen Patienten Medikamente. Dürfen die Sprösslinge zurück nach Hause, gibst du den Eltern Tipps für die weitere Pflege an die Hand.
  • Gymnastiklehrer: Ein Gymnastiklehrer arbeitet beispielsweise in der offenen Jugendarbeit. Er hat die Aufgabe, die körperliche Aktivität und motorische Entwicklung von Heranwachsenden zu fördern. Zu diesem Zweck entwirft und leitet er altersgerechte Bewegungsaktivitäten, die Faktoren wie das Gleichgewicht, die Koordination sowie die Kraft fördern. Der Fokus liegt auf spielerischen Sportübungen, um Motivation bei den Sprösslingen hervorzurufen und eine positive Einstellung zu körperlichen Aktivitäten zu fördern.

Arbeit mit Kindern

Studiengänge für Arbeit mit Kindern

Als Alternative zu einer Ausbildung bietet sich ein Studium an. Aus diesem ergeben sich meist mehr Berufsmöglichkeiten als im Zuge einer Berufsausbildung, da du breitere Kenntnisse erwirbst.

Gleichzeitig hast du jedoch die Möglichkeit, dich beispielsweise mit einem Masterstudium auf ein bestimmtes Fachgebiet zu qualifizieren.

Ein Studium geht entweder in Vollzeit oder Teilzeit zu absolvieren. Damit du nebenbei weiterhin Geld verdienst, kannst du unter anderem soziale Arbeit berufsbegleitend studieren.

Dieses vermittelt umfassendes Wissen in verschiedenen Bereichen, etwa ethische Prinzipien und rechtliche Rahmenbedingungen der Sozialarbeit sowie sozialpolitische Kenntnisse. Ebenfalls werden sozialwissenschaftliche Grundlagen in Soziologie, Psychologie und Pädagogik erworben.

Zu den Arbeitsfeldern der Sozialarbeit gehören die:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Familienhilfe und -beratung
  • Behindertenarbeit
  • Hilfe für Suchtkranke du Drogenabhängige
  • Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen
  • Altenpflege
  • Gemeinwesenarbeit.

Durch mehrere Praktika entwickeln die Studierenden praxisorientierte Fähigkeiten und können Methoden wie Beratung, Gruppenarbeit und Supervision üben.

Ebenso ist ein Studium in Pädagogik oder Psychologie möglich. Ein Pädagogik-Studium bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit den Theorien, Praktiken und Herausforderungen im Entwicklungs- und Bildungsbereich.

Die Studierenden setzen sich dabei mit verschiedenen Bildungssystemen, Formen der Didaktik und der Erziehungswissenschaften auseinander.

Berufe der Kindheitspädagogik finden sich in den Bereichen der Kita, Frühforderung und Beratung. Außerdem ist ein Einsatz im Bildungsmanagement sowie in sozialpädagogischen Einrichtungen eine Option.

Als Student der Psychologie erhältst du tiefe Einblicke in grundlegende Konzepte der Allgemeinen Psychologie. Weiterhin beleuchtet die Entwicklungspsychologie den Lebenslauf von der Kindheit bis zum Alter, während die Sozialpsychologie soziale Interaktionen und Einflüsse untersucht.

Im Rahmen der beratenden Psychologie wirst du darauf vorbereitet, Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen zu unterstützen. Das machst du beispielsweise, wenn du später als Kinder- und Jugendcoach tätig bist.

Weitere geeignete Studiengänge für die Arbeit mit Kindern

Die eben beschriebenen Studiengänge sind jedoch längst noch nicht alle, bei denen du später mit Heranwachsenden zusammenarbeiten kannst. Es bietet sich ebenso ein Studium der Erziehungswissenschaften an.

Dieses bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Bildung, Erziehung und Entwicklung von Menschen.

Ebenso spielen Themen wie ..

  • Entwicklungspsychologie,
  • Pädagogik,
  • Soziologie und
  • Didaktik

eine Rolle.

Im Anschluss kannst du in einer Betreuungseinrichtung für Heranwachsende arbeiten, aber dich ebenfalls im Bereich Coaching für Kinder selbstständig machen.

Mit einer entsprechenden Weiterbildung erwirbst du die entsprechenden Methodenkenntnisse und spezialisierst dich auf einen Bereich, um beispielsweise als Resilienztrainer für Kinder tätig zu sein.

Das heißt du unterstützt die Heranwachsenden dabei, psychische Widerstandsfähigkeit zu erlangen, um mit Stress, Krisen oder belastenden Situationen umzugehen.

Interessierst du dich eher für den Bereich der Lehre, kannst du über ein Lehramtsstudium nachdenken. Dieses enthält ebenfalls Elemente der Pädagogik, ist aber stark auf die Didaktik ausgerichtet. Zudem erwirbst du umfassendes Wissen in den Fächern, die du unterrichten möchtest.

Stellst du später fest, dass der Beruf doch nicht das Richtige ist, findest du beispielsweise als Lerncoach eine Alternative und kannst auf diese Weise weiterhin einer Arbeit mit Kindern nachgehen.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.