Wo kann man als Erzieher arbeiten? Alternative Berufe für Erzieher

Verfasst von Daniel Duddek

Wo kann man als Erzieher arbeiten? Beim Stichwort Erzieher und beim Berufsbild des Erziehers denken viele Menschen zunächst an die klassische Erzieherin im Kindergarten oder im Kinderheim. Gern wird die Tätigkeit von Erziehern auch überwiegend mit weiblichen Angehörigen dieses Berufsstandes in Verbindung gebracht. Wer so denkt liegt nicht ganz im Unrecht. 2019 standen über 700.000 weiblichen Erziehern etwas über 70.000 männliche gegenüber.

 

Ob es allerdings richtig ist, Menschen bei dieser beruflichen Tätigkeit überwiegend im Kindergarten zu verorten, ist fraglich. Längst hat sich die Tätigkeit in diesem Beruf vom klassischen Bild der Kindergärtnerin/des Kindergärtners verabschiedet. Das Berufsbild bietet noch viele weitere Möglichkeiten, und die Tätigkeit von Erziehern ist sehr vielseitig. Gemeinsam ist den meisten Tätigkeiten, dass es in der Regel um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen geht.

 

Diese Beschäftigung mit jungen Menschen ist dabei in sehr verschiedenen Arbeitsbereichen und Arbeitsgebieten angesiedelt. Außerdem stehen interessante Weiterbildungen für Erzieher*innen zur Verfügung, die mehr in den Bereich der Arbeitspsychologie und des Coachings hineinreichen.

 

Wenn du dir häufiger denkst: “Ich will nicht mehr als Erzieherin arbeiten“, dann entdecke hier die Möglichkeiten, aus deiner Erzieherausbildung noch mehr zu machen. In unserem Beitrag erfährst du, wo Erzieher arbeiten können und welche beruflichen Alternativen sich Erziehern bieten.

 

Wo kann man als Erzieher arbeiten?

 

Erziehern stehen verschiedene Berufsfelder offen. Ein Angehöriger dieser Berufsgruppe findet nicht nur in Kindergärten, Krippen, Kinderheimen, Jugendeinrichtungen, Betreuungseinrichtungen für Behinderte und Ganztagsschulen Jobangebote.

 

Sie sind auch gefragt, wenn es um die Beratung verschiedener Personengruppen geht, beispielsweise in der Suchtberatung. Als Erzieher kannst du auch in der Familienberatung arbeiten. Durch Weiterbildung stehen noch weitere Arbeitsbereiche offen.

 

Immer gefragter ist etwa der Kinder -und Jugendcoach, für den eine Erzieherausbildung eine ausgezeichnete Basis bildet. Sozialarbeit allgemein steht Erziehern ebenfalls offen. Beispielsweise kommt auch eine Tätigkeit als Streetworker infrage.

 

Charakteristische Merkmale der Erzieherarbeit – und Ausbildung

 

Hat die Erziehertätigkeit einen besonderen Reiz? Was macht die Attraktivität einer solchen Tätigkeit aus? Was musst du von Hause aus mitbringen, um in diesem Berufsfeld erfolgreich zu sein?

 

Obwohl die Arbeitsbedingungen und die Tätigkeitsbereiche sehr fordernd sein können, interessieren sich viele Jugendliche nach ihrem Schulabschluss für eine Erziehertätigkeit. Vielen erscheint der Umgang mit Kindern und Jugendlichen sehr interessant. Tatsächlich bietet die praktische Tätigkeit viele spannende Facetten, weil sich kaum einen Tag genauso wie der andere gestaltet.

 

Das ist in allen sozialen Bereichen so, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Menschen lassen sich in ihren Handlungen und Reaktionen nicht immer berechnen. Hier sind Flexibilität und eine andauernde Begeisterung für die Arbeit mit Menschen gefragt.

 

Was macht dieses Berufsbild noch aus? Was sollte jemand mitbringen, der sich für eine solche Ausbildung interessiert?

 

Erziehern werden allgemein verschiedene Persönlichkeitsstrukturen zugeschrieben, die in den meisten Tätigkeitsfeldern wichtig sind. Neben bestimmten formalen Anforderungen bestimmen sie maßgeblich darüber, ob jemand für die Erziehertätigkeit geeignet ist. Es sind hier vor allem Kompetenzen im Konfliktmanagement, im persönlichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie in der Entwicklung der kindlichen/jugendlichen Persönlichkeiten.

 

Wer in diesen Gebieten arbeitet, muss selbst sehr belastbar sein und auch in schwierigen Situationen die Nerven behalten können. Auch ein gewisses Organisationstalent ist von Vorteil, weil in vielen sozialen Bereichen bestimmte Arbeitsabläufe eine große Rolle spielen. Die Ausbildung zielt darauf ab, die eigenen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu entwickeln sowie zu stärken. Dennoch wird sich nicht jeder Mensch für eine Erziehertätigkeit eignen.

 

In manchen Bereichen können die Arbeitszeiten eine echte Herausforderung in diesem Berufsfeld sein. In einigen sozialen Einrichtungen wird in Schichten gearbeitet, sodass auch Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienste notwendig sind.

 

Wo kann man als Pädagoge arbeiten?

 

Wo kann ich als Erzieherin arbeiten? Voraussetzungen & berufliche Aussichten

 

Wer sich für die Erziehertätigkeit interessiert, muss sich auf eine längere Ausbildung vorbereiten. Durchschnittlich 4 Jahre dauert die Ausbildung. In den einzelnen Bundesländern sind die Ausbildungsregelungen unterschiedlich gestaltet. Auch strukturell gibt es Unterschiede in den Erzieherausbildungen der Bundesländer.

 

1. Formale Voraussetzungen

 

Vorausgesetzt wird regelmäßig der Realschulabschluss. Außerdem ist praktische berufliche Erfahrung notwendig, und teilweise werden abgeschlossene Berufsausbildungen beispielsweise zum Kinderhelfer vorausgesetzt. Manche Berufsfachschulen verlangen außerdem Bescheinigungen zur gesundheitlichen Eignung und erweiterte Führungszeugnisse.

 

2. Welche Berufe kann man als Erzieherin ausüben?

 

Erziehern stehen beispielsweise durch Weiterbildung nicht nur weitere Berufsfelder offen. Sie sind auch in ihrem Kernfeld bereits sehr gefragt. Wer heute eine entsprechende Ausbildung erfolgreich abschließt, dem bieten sich gute Aussichten auf attraktive Jobangebote. Seit es einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippen-/Kindergartenplatz gibt, braucht jede Kinderbetreuungseinrichtung mehr Angehörige dieser Berufsgruppe.

 

Teilweise schlägt sich das auch in besseren Arbeitsverträgen für die Beteiligten nieder. Auf der anderen Seite verdienen viele Angehörige dieser Berufsgruppe immer noch nicht das, was ihrer Meinung nach, die anspruchsvolle Tätigkeit fair entgelten würde. Gefragt sind Angehörige dieser Berufsgruppe auch, weil sich Aufgabenbereiche im sozialen Bereich ständig erweitern. Das hat vielfach auch etwas damit zu tun, mit welchen Problemstellungen sich zum Beispiel Kinder und Jugendliche in der einer modernen Gesellschaft auseinandersetzen müssen.

 

3. Veränderte Anforderungen an ein Berufsbild

 

Obwohl wir in einer modernen und im internationalen Vergleich wohlhabenden Gesellschaft leben, hat fast jedes Kind und fast jeder Jugendliche heute mit speziellen Problemen zu kämpfen. Dazu tragen unsere Lebensumstände wesentlich bei. Beispielsweise sind nicht alle Menschen bei uns wohlhabend. Auch kümmern sich nicht alle Eltern vorbildlich um ihre Kinder.

 

Die sozialen Medien mit ihren vielen erweiterten Möglichkeiten für Mobbing und soziale Ausgrenzung tragen das übrige dazu bei, dass es manches Kind besonders schwer hat. Hier ist nicht nur die Erzieherpersönlichkeit gefragt, die Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag betreut. Hier ist ein Ansprechpartner wichtig, der eine besondere Verbindung zu den jungen Menschen aufbaut und so den Kindern sowie Jugendlichen intensiv das Rückgrat stärken wird.

 

In wenigen Worten lässt sich das so zusammenfassen: Gefragt ist hier zunehmend der Coach, der Kinder und Jugendliche durch für sie schwierige Lebensphasen und Situationen wie etwa Mobbing führen wird. Eine rechtzeitige Intervention als Coach für Kinder und Jugendliche hat viele Vorteile. In der Regel lassen sich so ernste negative Folgen von Mobbing und Co. in einem frühen Stadium abfedern.

 

Wo kann man als Erzieher arbeiten? Perspektiven & berufliche Alternativen für Erzieher

 

Es gibt die eine oder andere interessante Zusatzqualifikation für Erzieher. Beispielsweise öffnet sich manchen Erziehern über eine Weiterbildung in Arbeitspsychologie ein Einstieg in Führungspositionen. Allgemein ist die Ausbildung eine gute Grundlage für eine Weiterbildung. Soziale Arbeit ist insgesamt sehr vielseitig. Manche Weiterbildung für Erzieher geht dabei über eine reine Zusatzqualifikation hinaus.

 

Die Ausbildung zum Kinder- und Jugendcoach hat eine weitaus speziellere Ausrichtung als die reine Erziehertätigkeit. Sie bietet Erziehern ein besonderes, erweitertes Tätigkeitsfeld mit großer und gesellschaftlicher Verantwortung und vielen Möglichkeiten einer selbständigen Tätigkeit. Ein Coach hat andere Aufgaben als ein Betreuer im weitesten Sinn. Er übernimmt eine beratende und intensiv persönlich unterstützende Funktion gegenüber Kindern sowie Jugendlichen.

 

Mit dieser Erweiterung/Umschulung wird ein sozialer Bereich eröffnet, der im klassischen Arbeitsfeld Erziehern nicht offensteht. Hier sind weitere Kompetenzen gefragt.

 

Wo kann man als Erzieher arbeiten?

 

Alternative Berufsfelder für Erzieher: Die Coaching-Möglichkeit

 

Gerade während der Pandemie in der Corona-Krise zeigte sich, dass Kinder und Jugendliche intensive Unterstützung brauchen können. Auch, wenn auf den ersten Blick das Leben heute modern und einfach erscheint, insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung, ergeben sich auf der menschlichen Ebene bisher nicht gekannte Probleme. Cyber-Mobbing wird Kinder und Jugendliche besonders treffen, weil sie in einem bestimmten Alter auf die Anerkennung in ihrer Peer-Gruppe besonders angewiesen sind.

 

Eine Ausgrenzung kann hier oft häufig fatale Folgen haben und Kinder/Jugendliche sogar in den Suizid treiben. Mit einer Ausbildung zum Kinder- und Jugendcoach stehst du an der Seite der sensiblen Kinder und Jugendlichen. Du wirst ihnen dabei helfen, eine innere Stärke zu entwickeln, die sie Herausforderungen im Zuge des Erwachsenwerdens leichter bestehen lässt. Das hat eine Auswirkung auf den gesamten Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und auf die nachkommende Generation.

 

Eine neue persönliche berufliche Alternative für dich

 

Vielleicht hast du schon in verschiedenen Arbeitsgebieten und Arbeitsbereichen gearbeitet, die Erziehern normalerweise offenstehen. Du hast dich mit schwierigen Arbeitszeiten und noch schwierigeren Arbeitsverträgen auseinandergesetzt. Auch die Arbeitsabläufe in den klassischen Erziehertätigkeiten können sehr fordernd sein. Obwohl unsere Gesellschaft dich braucht, hast du vielleicht nicht immer die angemessene Wertschätzung für den Erzieherberuf erfahren und findest nicht mehr die persönliche Befriedigung in einem sozialen Tätigkeitsfeld, die Voraussetzung für dich bleiben sollte.

 

Wie anderen Erzieher*innen steht dir der Sinn danach, mit dem Erzieherberuf als Basis etwas Neues zu beginnen. Du liebst die Arbeit im sozialen Bereich und möchtest weiter mit Menschen arbeiten, vorzugsweise mit Kindern und Jugendlichen. Was kommt hier als Zusatzqualifikation oder Weiterbildung infrage? Obwohl man in der Sozialarbeit einige Möglichkeiten hat, findet sich hier nicht immer das passende. Vor allem nicht das passende, mit dem alle Bedingungen für dich stimmen. Mit einer einfachen Zusatzqualifikation für Erzieher mag es auch nicht immer getan sein.

 

Wo gewinnst du eine ganz neue Idee für deinen weiteren beruflichen Werdegang und wo arbeiten Erzieher noch?

 

Eine Tätigkeit als Kinder- und Jugendcoach wird dir in jedem Fall eine sehr interessante Perspektive bieten können. Lerne jetzt alle Möglichkeiten kennen, die diese anspruchsvolle Weiterbildung für Erzieher persönlich in deinem Leben bieten könnte. Du stärkst außerdem den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dieser sinnvollen Aufgabe. Weiterbildung sozialer Bereich? Lerne jetzt den Kinder- und Jugendcoach kennen.

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Daniel Duddek

ÜBER DEN AUTOR

Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.

Daniel Duddek

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