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Weiterbildung Kinderpfleger: Welche Möglichkeiten gibt es?

Weiterbildung Kinderpfleger
Verfasst von Lisa Tondock

Als Kinderpfleger gehst du einer verantwortungsvollen Tätigkeit nach. Du bist für die Betreuung und Förderung von Heranwachsenden bis zu ihrem Schuleintritt verantwortlich und achtest dabei darauf, dass sie sich in einer sicheren Umgebung gut entwickeln. Des Weiteren organisierst du Spiel- und Lernaktivitäten für die Kleinen.

Eine Weiterbildung für Kinderpfleger eröffnet dir die Chance, diesen Tätigkeitsbereich weiter auszubauen. Du kannst dich zum Beispiel auf die Arbeit mit Eltern spezialisieren oder zur Expertin für Integration, Mediennutzung oder gesunde Ernährung werden.

Ebenso hast du die Chance, an dir selbst zu arbeiten und zu lernen, wie du im stressigen Kita-Alltag ruhig bleibst.

Zugleich kann dir eine Weiterbildung die Möglichkeit eröffnen, einen der alternativen Berufe für Erzieher auszuüben. Dies ist dann relevant, wenn du noch einmal etwas Neues ausprobieren möchtest oder keine Entwicklungsmöglichkeiten in deiner aktuellen Position siehst.

Vielleicht findest du dich auch darin wieder oder hast sogar mit psychischen Problemen zu kämpfen.

Im weiteren Verlauf erfährst du mehr über die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten. Dabei geben wir dir mit Beispielen Anregungen für mögliche Themen. Insbesondere widmen wir uns auch der Chance, als Coach aktiv zu werden.

Da eine Weiterbildung selten kostenlos ist, geben wir dir im letzten Abschnitt Tipps für die Finanzierung. Damit du die Kosten nicht komplett selbst tragen musst, kannst du bei verschiedenen Stellen nach finanzieller Unterstützung fragen.

Kinderpfleger in einer Weiterbildung

Motivation für eine Weiterbildung als Kinderpfleger

Die Gründe für eine Weiterbildung in pädagogischen Berufen können vielfältig sein und hängen von deinen individuellen privaten sowie beruflichen Interessen und Zielen ab.

Die häufigsten Anlässe sind:

  • Spaß an der Arbeit mit Kindern: Bereitet dir die Arbeit mit Kindern Freude, kannst du mit einer Fortbildung eine weitere pädagogische Qualifikation erwerben und somit dein Aufgabengebiet erweitern. Gleichzeitig förderst du mit spezifischen Kenntnissen die kindliche Entwicklung in bestimmten Bereichen.
  • Up to date bleiben: Durch wissenschaftliche Studien und andere neue Erkenntnisse hat man es nicht einfach, stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu bleiben. Mit einer Weiterbildung können alte Kenntnisse aufgefrischt und neue dazugewonnen werden. Besonders interessant ist dies etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die auf lange Sicht auch auf die Pädagogik Einfluss nimmt.
  • Wachsende Karrieremöglichkeiten: Die Karrieremöglichkeiten als Erzieher sind größer als die von Kinderpflegern. Qualifizierst du dich also beispielsweise zur Erzieherin weiter, machst du damit den nächsten Schritt in Richtung Karriere. Gleichzeitig kannst du auf ein höheres Gehalt hoffen und mehr Verantwortung übernehmen.
  • Persönliche Entwicklung: Eine Weiterbildung für Pädagogen fördert nicht nur deine berufliche, sondern ebenso deine persönliche Entwicklung. Denn in einem Kurs erwirbst du Fähigkeiten, die du auch privat nutzen kannst. Hierzu zählt etwa die Verbesserung der Kommunikations- und Organisationsfähigkeit. Daran wächst du und gewinnst Selbstbewusstsein für neue Herausforderungen.
  • Privates Interesse: Mit einer Weiterbildung kannst du deinen persönlichen Interessen nachgehen, ohne sie direkt bei deiner täglichen Arbeit anzuwenden. Möglicherweise geht es zunächst um die Vertiefung deines Wissens in einem bestimmten Fachgebiet, das dir womöglich in einigen Jahren erst beruflich von Nutzen sein wird.

Kinder- und Jugendcoach werden

Welche Weiterbildungen gibt es?

Siehst du dich nach einer Weiterbildung für Diplom Pädagogen um, staunst du womöglich zunächst über die vielfältigen Angebote. Diese unterscheiden sich nicht nur thematisch stark, sondern ebenso in ihrer Dauer und den Kosten.

Günstige Weiterbildungen, die nur wenige Stunden dauern, gibt es bereits für unter einhundert Euro. Themen sind dabei etwa der Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in der Kita, die Gestaltung der Eingewöhnungszeit oder Hilfestellung für das Toilettentraining.

Kurse, die sich über mehrere Tage belaufen, liegen bezüglich der Kosten im dreistelligen Bereich. Sie finden häufig online statt, sodass du diese flexibel von zu Hause aus belegen kannst.

Ein Qualitätsmerkmal ist es, wenn der digitale Unterricht von einem Dozenten abgehalten wird. Dabei lernst du mehr, als wenn du einfach nur Unterlagen im Selbststudium liest.

Zwar bist du in diesem Fall zeitlich an einen bestimmten Tag und eine Zeit gebunden, der Erfolg wird jedoch wesentlich größer sein. Außerdem hast du so Gelegenheit, dich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Langfristige Weiterbildungen gehen über mehrere Monate und verursachen Kosten im vierstelligen Bereich. Ein beliebtes Thema ist dabei der Umgang mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Kindern sowie die Förderung dieser.

Ebenso werden Zertifikats-Lehrgänge angeboten, durch die zu einer Fachkraft für ein spezielles Themengebiet werden kannst. Beispiele hierfür sind ein Lehrgang zur Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik oder zu einer systemisch-heilpädagogischen Fachkraft.

Des Weiteren kannst du als Kinderpfleger eine Umschulung machen, wenn du mit deinem aktuellen Job unzufrieden bist, du hast dann die Möglichkeit, in alternative Berufsfelder für Erzieher einzusteigen, insbesondere den Bereich der Schulsozialarbeit.

Weiterbildung für Kinderpfleger

Spezielle Weiterbildungen in der Kinderpflege

Berufe mit Kindern sind sehr vielseitig. Dies kennst du dir mit einer Fortbildung zunutze machen. Bevor du dich aber für einen bestimmten Kurs entscheidest, solltest du dir überlegen, worin deine Interessen liegen.

Sonst verlierst du bei der Vielzahl der Angebote schnell die Übersicht.

Einige interessante Themen möchten wir dir hier vorstellen:

  • Frühkindliche Entwicklung: Kurse zur frühkindlichen Entwicklung ermöglichen es Kinderpflegern, ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Entwicklungsstadien von Kleinkindern im Alter von null bis drei Jahren zu entwickeln. Du erhältst etwa Anregungen, wie du deren kognitive Entwicklung förderst.
  • Inklusion: Ein wichtiger Aspekt der Tätigkeit in einer Kita ist die Unterstützung von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen. Bei einer entsprechenden Weiterbildung steht im Fokus, wie du eine inklusive Umgebung schaffst und auf die Bedürfnisse aller Kinder eingehst.
  • Sprachentwicklung: Die Förderung der Sprachkompetenz bei Kindern im Vorschulalter ist entscheidend für deren kognitive und soziale Entwicklung. Du solltest daher wissen, wie du die Sprachentwicklung aktiv förderst und richtig mit Kindern kommunizierst.
  • Elternarbeit: Die Zusammenarbeit zwischen dem Kita-Personal und den Eltern nimmt einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und das Wohlbefinden der Heranwachsenden. In einer Fortbildung erfährst du mehr darüber, wie du Eltern in das Kita-Leben einbeziehst und wie du mit schwierigen Vätern und Müttern umgehst.

Weiterbildungen gibt es für Kinderpfleger

Durchstarten als Coach

Du liebst es, Menschen beratend zur Seite zu stehen und sie in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen? Dann kannst du über eine Fortbildung zum Kinder- und Jugendcoach nachdenken.

Du begleitest die Heranwachsenden dann auf ihrem persönlichen Entwicklungsweg und hilfst ihnen bei der Selbstverwirklichung.

Dabei geht es vor allem um diese Aspekte:

  • Kommunikation verbessern: Als Kindercoach unterstützt du die Heranwachsenden dabei, effektive Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, um ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Dies hilft ihnen auch dabei, besser mit den eigenen Peers und erwachsenen Personen in Beziehung zu treten.
  • Ziele setzen: Je klarer ein Ziel ist, desto besser kann man darauf hinarbeiten. Ein Coach hilft seinen Klienten daher auch dabei, klare Ziele zu formulieren und Strategien für die Erreichung von diesen zu entwickeln. Dies kann sowohl im schulischen als auch persönlichen Kontext relevant sein.
  • Konflikte lösen: Überall, wo junge Menschen in einen sozialen Kontext eingebunden sind, können Konflikte entstehen. Häufig treten diese zu Hause oder im schulischen Kontext auf. Hierbei geht es beispielsweise um Mobbing oder Lernprobleme. Ein Coaching hilft dabei, Konflikte als Herausforderungen zu betrachten und sie konstruktiv zu lösen.
  • Entscheidungen treffen: Manchmal stehen Heranwachsende vor großen Entscheidungen, zum Beispiel, wenn sich die Eltern trennen und sie sich dann entscheiden müssen, ob sie bei Mama oder Papa wohnen möchten. Ein Coach hilft ihnen dabei, alle möglichen Optionen abzuwägen und die langfristigen Auswirkungen der Entscheidungen zu verstehen.

Als Coach steht dir ebenso die Möglichkeit offen, dich auf ein spezielles Fachgebiet zu spezialisieren.

Als Lerncoach unterstützt du beispielsweise gezielt Heranwachsende, die Schwierigkeiten beim Lernen haben, weil sie sich beispielsweise selbst zu sehr unter Druck setzen.

Als Familiencoach hingegen arbeitest du mit ganzen Familien zusammen. Hierbei kommt es vor allem darauf an, eine ruhige und respektvolle Atmosphäre herzustellen, damit jeder seine Gefühle offen ausdrücken darf und ernst genommen wird.

Kinder- und Jugendcoach werden

Weiterbildung Kinderpflegerin: Deine Finanzierungsmöglichkeiten

Die Finanzierung stellt viele Personen, die an einer Fortbildung interessiert sind, oftmals vor eine Herausforderung. Viele verzichten auf die Chance der Weiterqualifizierung, weil die eigenen Ersparnisse nicht ausreichen.

Hinzu kommen zuweilen Verdienstausfälle, wenn ein Kurs nicht am Abend oder Wochenende, sondern während der Arbeitszeit stattfindet.

Bei der Auswahl der Weiterbildung solltest du deine finanzielle Lage berücksichtigen. Kurze Online-Weiterbildungen sorgen zwar nicht für eine große Veränderung deiner beruflichen Aufgaben, können aber dazu beitragen, die Qualität deiner Arbeit zu steigern.

Hast du einen speziellen Kurs im Auge, der dein Budget übersteigt, kannst du dich über die verschiedenen Fördermöglichkeiten erkundigen:

  • Arbeitgeberunterstützung: Einige Arbeitgeber bieten finanzielle Unterstützung für die Fortbildung an. Sprich die Kita-Leitung daher am besten auf deine Pläne an. Womöglich organisiert diese sogar einen Kurs für alle Mitarbeitenden, sodass jeder neue Kompetenzen erwirbt.
  • Bildungsdarlehen: Du kannst in Erwägung ziehen, ein spezielles Bildungsdarlehen von einer Bank aufzunehmen. Diese Darlehen sind oft auf Bildungsausgaben zugeschnitten und bieten in der Regel flexible Rückzahlungsbedingungen, um dir die finanzielle Belastung zu erleichtern. Lies dir einen Vertrag vor der Unterzeichnung jedoch genau durch und achte die entstehenden Zinsen.
  • Staatliche Zuschüsse: Unter speziellen Bedingungen kannst du staatliche Zuschüsse für die Fortbildung erhalten. Im Bundesland Bayern gibt es unter anderem eine eigene Richtlinie zur Förderung von Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden von Kindertageseinrichtungen.

Übrigens kannst du deine Weiterbildungskosten auch bei der Steuererklärung geltend machen. Informiere dich im Internet oder bei einem Steuerberater über nähere Details.

Auf diese Weise reduzierst du die finanzielle Belastung, die durch deine Weiterbildung als Kinderpfleger entsteht, ebenfalls.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.