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Kindheitspädagogik Berufe: Deine beruflichen Möglichkeiten

Kindheitspädagogik Berufe
Verfasst von Daniel Duddek

Die Pädagogik ist ein großes Feld. Sie beschäftigt sich nicht nur damit, wie Kinder bestmöglich erzogen werden können, sondern geht ebenfalls der Frage nach, wie die Bildung generell verbessert werden kann. Im Sinne des lebenslangen Lernens werden hierbei die Lernprozesse aller Generationen beleuchtet. Gleichzeitig müssen die verschiedenen Aspekte des Lernens beachtet werden. 

Lernen ist mehr als die pure Vermittlung von Wissen. Neben dem fachlichen Wissen muss Menschen soziales Wissen nähergebracht werden. Und wie sich in unserer heutigen Gesellschaft zeigt, ist es wichtiger denn je, damit bereits so früh wie möglich zu beginnen. Angehörige von Berufen in der Kindheitspädagogik setzen sich damit auseinander, wie dies gelingt. 

Möchtest du in Zukunft ein Teil davon sein? In unserem Artikel verraten wir dir, wie du Kindheitspädagoge wirst und welche Voraussetzungen dafür unerlässlich sind. Des Weiteren stellen wir dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten nach dem Studium vor.

Denn als Pädagoge kannst du in weit mehr Bereichen eingesetzt werden als in der Kita. Denke zum Beispiel an Beratungsstellen oder soziale Vereine, bei denen Pädagogen täglich wichtige Arbeit leisten.

Im letzten Abschnitt gehen wir außerdem darauf ein, welche Möglichkeiten du hast, wenn du kein Studium der Kindheitspädagogik absolvieren möchtest. In diesem Fall bieten sich diverse Ausbildungsgänge als alternative Option an.

Wie werde ich Kindheitspädagoge?

Eine Ausbildung in Kindheitspädagogik gibt es nicht. Möchtest du diesen Beruf ausüben, benötigst du ein entsprechendes Studium. In diesem bekommst du alle Inhalte vermittelt, die du benötigst, um einer Arbeit mit Kindern im Alter zwischen null und zwölf Jahren nachzugehen.

Typische Lehrinhalte im Studium sind dabei:

  • Grundlagen der Pädagogik: Du erhältst eine umfassende Einführung in die grundlegenden Konzepte, Definitionen und Ziele der Kindheitspädagogik. Zudem werden sowohl historische als auch aktuelle Entwicklungen der frühkindlichen Bildung näher beleuchtet. 
  • Entwicklungspsychologie: Essenziell ist es, als Kindheitspädagoge Theorien und Phasen zur kindlichen Entwicklung zu kennen. Dabei spielen auch Einflussfaktoren wie Familie, Kultur und Umwelt eine tragende Rolle. 
  • Kommunikation: Kommunikation und Interaktion fördern positive Beziehung zwischen den Kindern, deren Eltern sowie den Pädagogen. Hierbei kann es sich um Erzieher, Lehrer oder andere pädagogische Fachkräfte handeln. Treten Konflikte auf, sollte dich deine pädagogische Qualifikation dazu befähigen, diese konstruktiv zu lösen. Vor allem bei einer Tätigkeit im Kindergarten steht die Elternarbeit besonders im Fokus. 
  • Gesundheit: Die Gesundheit von Heranwachsenden sollte bereits im frühkindlichen Alter gefördert werden. Hierzu gehört, dass die Kinder in der Kita ausreichend Bewegung erhalten und ein gesundes Mittagessen bekommen. Ebenso ist es wichtig, sowohl den Heranwachsenden als auch deren Eltern zu vermitteln, wie gesunde Ernährung gelingt. 
  • Bildungssystem: In diesem Modul geht es um die Strukturen und Organisation von Bildungseinrichtungen für Kinder, etwa Krippen, Kindergärten, Schulen und Horte. Für diese gelten gesetzliche Grundlagen und Qualitätsstandards, die du ebenfalls kennen solltest. 
  • Inklusion: Ebenfalls relevant innerhalb der Bildungssysteme ist der Umgang mit Vielfalt in der kindlichen Bildung. In den pädagogischen Berufen ist es die Aufgabe der Fachkräfte, eine Sensibilisierung für kulturelle Vielfalt zu schaffen und inklusive Praktiken für Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu fördern.

Berufe in der Kindheitspädagogik

Voraussetzungen für ein Studium

Um ein Studium zu beginnen, ist es zwingend nötig, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. In erster Linie wird eine Hochschulzugangsberechtigung gebraucht, die meist durch das Abitur oder die Fachhochschulreife erworben wird.

Doch während du mit dem Abitur an jeder Universität oder Hochschule studieren darfst, wird die Fachhochschulreife nicht von allen Universitäten anerkannt. Sie berechtigt zunächst einmal nur dazu, sich bei einer Hochschule einzuschreiben. 

Immer mehr Universitäten öffnen sich jedoch und geben auch Personen ohne Abitur die Möglichkeit auf die Absolvierung eines Studiums. Oft gibt es jedoch zusätzliche fachspezifische Zugangsvoraussetzungen, die bestimmte Schulfächer oder Zensuren betreffen.

Informationen dazu findest du auf der Internetseite der einzelnen Bildungsinstitutionen. Dort steht auch, welche Bewerbungsfristen du beachten musst und welche Dokumente bei der Bewerbung eingereicht werden müssen. 

Manchmal führt eine Universität auch einen Auswahltest durch. Dieser kann einen schriftlichen Eignungstest und Auswahlgespräche beinhalten. Mit diesem Prozess soll sichergestellt werden, dass die individuellen Fähigkeiten und Interessen zum Studiengang passen.

Praktische Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Bildung, sei es durch Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten, können dabei von Vorteil sein. Sie zeigen deine Motivation, dich in diesem Bereich zu qualifizieren.  

Bei der Auswahl der Uni solltest du außerdem darauf achten, ob es sich um eine staatliche oder private Einrichtung handelt. Davon hängt es ab, ob Studiengebühren erhoben werden und wie hoch diese sind.

An privaten Universitäten kostet ein Bachelorstudium in etwa so viel wie ein Kleinwagen. Du solltest dir im Vorfeld sicher sein, dass du diesen Betrag auch aufbringen kannst. 

Berufliche Möglichkeiten für Kindheitspädagogen

Kindheitspädagogen haben eine breite Palette von Berufsmöglichkeiten. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass sie nach dem Studium immer in einer Kita arbeiten, bieten sich den Absolventen eine Menge alternative Berufe für Erzieher

Pädagogen steht es offen, in verschiedenen Kontexten mit Heranwachsenden zu arbeiten. Schlägst du beispielsweise den klassischen Weg zur Erzieherin ein, kannst du mit zunehmender Erfahrung eine Führungsposition anstreben. Das bedeutet, dass du die Leitung einer Kita übernehmen kannst.

Du hast dann die Verantwortung für die Organisation des pädagogischen Alltags, koordinierst das Personal und stehst im engen Austausch mit den Erziehern.

Hast du Spaß daran, anderen Personen etwas beizubringen? Dann kannst du als Dozentin in der Aus- und Weiterbildung von Erziehern tätig zu werden. Du leitest pädagogische Kurse und vermittelst angehenden oder interessierten Fachkräfte theoretisches Wissen in einem bestimmten Bereich und gibt praxisorientierte Tipps an sie weiter.

Da die Möglichkeit zur online Weiterbildung in der Pädagogik in den letzten Jahren gewachsen ist, bietet sich hier eine gute Einstiegsoption für Dozenten. 

Eine weitere Option ist die Tätigkeit als Berater. Beratungsstellen für Familien stehen diesen bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen zur Seite. Manche Eltern benötigen einen Rat bei Erziehungsfragen, andere suchen bei einer Scheidung eine friedliche und einvernehmliche Lösung.

Ebenso fühlen sich Alleinerziehende oft überfordert und haben Probleme, den Spagat zwischen Job und Kind zu schaffen. 

Arbeitest du lieber direkt mit Heranwachsenden zusammen, bietet sich die Chance zur Beschäftigung in der Kinder- und Jugendhilfe. In Wohnheimen, Jugendzentren oder auch beim städtischen Jugendamt hilfst du den Heranwachsenden bei der Bewältigung ihrer Probleme oder der Organisation ihres Alltags. 

Überdies können Pädagogen im behördlichen Umfeld oder bei einem sozialen Verein eine Anstellung finden. Dort erstellst du beispielsweise Konzepte für eine Förderung der frühkindlichen Bildung oder forschst an Bildungsprojekten mit.

Berufe Kindheitspädagogik

Alternativen zum Studium

Nicht jeder angehende Pädagoge kann oder möchte studieren. Bevorzugst du direkt eine praktische Tätigkeit, ist es möglich, eine pädagogische Ausbildung zu absolvieren. Anschließend bist du zwar nicht als Kindheitspädagoge tätig, kannst aber dennoch einen der Berufe mit Kindern ausüben, für die kein Studienabschluss nötig ist. 

Eine beliebte Alternative ist beispielsweise die Ausbildung zur Sozialassistentin oder Kinderpflegerin. Diese dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Anschließend kannst du als pädagogische Hilfskraft in einer Kita oder einer anderen Jugendeinrichtung eingesetzt werden und übernimmst dort erzieherische und pflegerische Aufgaben, zu denen dich die Erzieher anleiten.

Ebenso hast du selbst die Möglichkeit, Erzieherin zu werden. Dafür absolvierst du eine Ausbildung an einer Fachschule für Sozialpädagogik. Die Zugangsvoraussetzungen sind ebenso wie die Dauer je nach Bundesland unterschiedlich.

Du solltest dich daher zunächst informieren, ob du diese erfüllst. Manchmal kann sich auch ein Umzug lohnen. Im Anschluss an die Ausbildung bist du befähigt, in der Kita oder dem Hort Gruppen zu leiten und die pädagogische Arbeit aktiv mitzugestalten

Weitere alternative Berufe zur Kindheitspädagogik sind diese Ausbildungen:

  • Heilerziehungspfleger: Diese Ausbildung konzentriert sich auf die Arbeit mit Kindern, die körperlich beeinträchtigt sind. Sie sorgen dafür, dass die Heranwachsenden beim Besuch der Kita zusätzliche Unterstützung benötigen und entsprechend ihrer Fähigkeiten speziell gefördert werden.
  • Kindercoach: Als Kinder- und Jugendcoach bist du selbstständig tätig und bietest Heranwachsenden sowie ihren Eltern Unterstützung in schwierigen Lebenslagen. Das kann die Scheidung der Eltern sein, Lernschwierigkeiten oder auch das Problem, sozialen Anschluss zu finden. Gemeinsam mit deinen Klienten analysierst du die Ursachen und erarbeitest Lösungsstrategien.
  • Tagesmutter: Du kannst auch überlegen, eine Qualifikation als Tagesmutter zu erwerben. Dies ermöglicht es dir, Kinder in deinem eigenen Zuhause zu betreuen. Voraussetzung ist, dass du hierfür ausreichend Platz hast und die Räumlichkeiten kindersicher gestaltet sind. Auch ein Garten oder Spielplatz sollte möglichst nah gelegen sein.
Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.