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Wie sind die Zukunftsaussichten für Erzieher?

Zukunftsaussichten Erzieher
Verfasst von Daniel Duddek

Obwohl es heutzutage weniger Kinder gibt als noch vor einigen Jahrzehnten, sind die Zukunftsaussichten für Erzieher gut. Im Internet finden sich viele Stellenausschreibungen von Kitas, die händeringend nach neuem Personal suchen. Darum kann es sich lohnen, diesen Berufsweg einzuschlagen.

Wichtig ist jedoch, dass du nicht nur in einer Kita arbeiten möchtest, weil du darin einen sicheren Job siehst. Du solltest auch die passende Berufsmotivation für Erzieher mitbringen. 

Das bedeutet in erster Linie, dass du gern mit Heranwachsenden arbeiten solltest und Spaß daran hast, sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Auch, wenn das gleichzeitig eine Menge Stress bedeutet, der bei der Betreuung von Kindern nie ausbleibt. 

Der Hauptgrund für die guten Aussichten ist der demografische Wandel. Was es mit diesem genau auf sich hat und warum es hierdurch an geeignetem Fachpersonal fehlt, erfährst du im nächsten Abschnitt dieses Artikels.

Anschließend erklären wir, wie du dich mit gezielten Fortbildungen weiterentwickeln und beruflich aufsteigen kannst. Denn auch für den Aufstieg stehen die Chancen gut, wenn es immer weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt gibt.

Pädagogisches Personal ist aber nicht allein im Bereich der Kindertagespflege gefragt, sondern auch außerhalb dessen.

Mit Heranwachsenden kannst du etwa im Hort oder als Sozialarbeiterin in Schulen zusammenarbeiten, ebenso kannst du Erwachsenen in schwierigen Lebenslagen beratend zur Seite stehen. Hierdurch ergeben sich weitere mögliche Berufsfelder. 

Zukunftsaussichten: Die Folgen des demografischen Wandels

Berufe der Kindheitspädagogik gewinnen vor allem aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung. Er ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Alterung der Bevölkerung.

Schon jetzt fehlt es an vielen Ecken und Enden an ausgebildeten Fachkräften. Diese Situation wird sich zukünftig weiter verschärfen, da immer mehr Kita-Mitarbeitende in Rente gehen. 

Aus diesem Grund wird mittlerweile auch vielen Quereinsteigern die Möglichkeit geboten, in einer Kita zu arbeiten. Auch eine Weiterbildung zum Kinderpfleger verspricht gute Berufschancen in pädagogischen Berufen.

Verstärkt werden diese durch den gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz und dem Wunsch von Müttern, trotz eines Kindes Karriere zu machen. Hierfür müssen Sie Kind und Arbeit unter einen Hut bringen, was nur mithilfe einer guten Kinderbetreuung gelingt. 

Gleichzeitig entwickelt sich auch das Familienbild weiter. Dies stellt eine weitere Herausforderung für die Kinderpflege dar. Ein Anstieg von Ein-Eltern-Familien und familienähnlichen Strukturen erfordert von Pädagogen eine erhöhte Sensibilität für die vielfältigen Bedürfnisse und Hintergründe der betreuten Kinder.

Sie benötigen zum einen Flexibilität in der pädagogischen Praxis und die Fähigkeit, unvoreingenommen auf verschiedene familiäre Situationen einzugehen. 

Zum anderen gewinnen dadurch flexible Öffnungszeiten einer Kita an Bedeutung, um vor allem Alleinerziehende bestmögliche Unterstützung zu bieten. Kita-Mitarbeitende müssen folglich bereit sein, die Wahrnehmung ihrer sozialpädagogischen Aufgaben auch früh am Morgen oder am späten Nachmittag wahrzunehmen. 

Die Entwicklung von speziellen Weiterbildungsprogrammen kann dabei helfen, die Qualifikationen der Kita-Mitarbeitenden zu erweitern, sodass sie gut auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind.

Das sicherzustellen, ist vor allem die Aufgabe der Kita Leitung. Sie sollte auch dafür sorgen, dass die angestellten Pädagogen ein angenehmes Arbeitsumfeld vorfinden, damit sie möglichst lang bei der Institution bleiben und sich nicht nach einem neuen Job umsehen. 

Kinder- und Jugendcoach werden

Pädagogische Fortbildungen für Erzieher

Es gibt eine Menge pädagogische Kurse für Kita-Mitarbeiter, durch die diese ihre beruflichen Fähigkeiten erweitern und aktuelle pädagogische Ansätze in ihre Arbeit integrieren können. Darüber hinaus helfen Weiterbildungen, die eigenen Tätigkeiten regelmäßig zu reflektieren. 

Fortbildungen gibt es zu verschiedenen Themen. Relevant für die täglichen Aufgaben sind unter anderem diese:

  • Elternarbeit: Schulungen in Bezug auf die Elternarbeit konzentrieren sich darauf, die Kommunikation zwischen Kita-Mitarbeitern und Eltern zu verbessern. Es geht hierbei um effektive Kommunikationsmethoden, der Mitteilung regelmäßiger Informationen über den Entwicklungsstand der Kinder und offene Gespräche über pädagogische Ansätze. Des Weiteren sollten Erzieher wissen, wie sie Eltern als aktive Partner in der Bildung und Entwicklung ihrer Kinder einbeziehen.
  • Vielfalt und Inklusion: Erzieher in der Grundschule und der Kita sollten kulturelle Vielfalt schätzen und in ihre pädagogische Arbeit integrieren. Dazu zählt etwa die Anerkennung verschiedener Traditionen, Sprachen und kultureller Hintergründe der Kinder. Des Weiteren zielen Weiterbildungen im Bereich der Inklusion darauf ab, Erziehern Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit Heranwachsenden aus verschiedenen sozialen und familiären Hintergründen umzugehen und ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen.

Weiterbildungen können jedoch auch den beruflichen Aufstieg voranbringen. Hierfür dient zum Beispiel die Fortbildung für eine Kinderpflegerin zur Gruppenleitung. Diese zielt darauf ab, Kinderpflegerinnen effektiv auf die Übernahme von leitenden Aufgaben in der Kita vorzubereiten, sodass sie eigenständig eine Gruppe führen können.

Ein Aspekt ist dabei das eigenverantwortliche Treffen von Entscheidungen sowie die Fähigkeit, mit effektiver Kommunikation ein Team führen zu können.

Überdies lernen die Teilnehmer auf der Fortbildung, wie sie Aktivitäten beziehungsweise Projekte richtig planen, die Qualität der pädagogischen Arbeit in ihrer Gruppe kontinuierlich verbessern und Entwicklungsprozesse dokumentieren.

Da du als Gruppenleitung außerdem mit verschiedenen Persönlichkeiten umgehen musst, umfasst die Qualifikation ebenfalls den Bereich des Konfliktmanagements. Du lernst, zwischen verschiedenen Interessen zu vermitteln und konstruktive Lösungen zu finden. 

Erzieherin leistet Elternarbeit

Zukunftsaussichten für Erzieher außerhalb der Kita

Für Erzieher gibt es viele Arbeitsfelder, auch außerhalb der Krippe oder Kita. Naheliegend sind die Tätigkeiten in einem Hort. Dort betreust du Schulkinder nach dem Schulschluss und hilfst ihnen bei der Erledigung der Hausaufgaben.

Zudem sorgst du für eine ansprechende Gestaltung der Freizeit. Ein ähnliches Konzept verfolgen offene Ganztagsschulen. Auch hier kannst du nach dem regulären Unterricht in der Nachmittagsbetreuung tätig sein.

Zu den weiteren Zukunftsaussichten für Erzieher zählt auch das Einsatzgebiet der Frühförderung innerhalb der Pädagogik. In diesem Bereich können Erzieher ihre Fähigkeiten einsetzen, um sich auf die Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf zu konzentrieren.

Dabei arbeiten sie oft interdisziplinär mit anderen Fachkräften, wie Sonderpädagogen und Psychologen, zusammen, um eine ganzheitliche Förderung der Kinder zu gewährleisten.

Das schließt auch die Beratung der Eltern ein. Du eröffnest den Familien neue Perspektiven und hilfst ihnen bei der Bewältigung des Alltags, während du die Kinder bestmöglich förderst.

Mit einer Ausbildung in der Sozialberatung hingegen kannst du mit Menschen jeden Alters zusammenarbeiten. Du hilfst deinen Klienten bei der Bewältigung von persönlichen Krisen, indem du mit ihnen Lösungsstrategien entwickelst oder sie bei sozialen Fragen berätst.

Je nach den Bedürfnissen der Klienten können Sozialberater diese auch an andere Fachkräfte wie Psychologen vermitteln. Hierfür arbeiten sie eng mit Institutionen zusammen. 

Sind sie an einer Schule eingesetzt, sind Sozialberater auch dafür zuständig, präventive Maßnahmen zu entwickeln. Hierbei geht es etwa darum, Mobbing vorzubeugen und den Schülern Tipps an die Hand zu geben, was sie tun können, wenn sie entsprechende Vorfälle beobachten oder selbst davon betroffen sind. 

Die Zukunftsaussichten für Erzieher sind folglich nicht nur im Bereich der Kindertagespflege gut, sondern auch in weiteren Bereichen.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.