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Sozialpädagogische Fortbildungen für Erzieher

Sozialpädagogische Fortbildungen
Verfasst von Daniel Duddek

Sozialpädagogische Fortbildungen sind ein gutes Instrument, um Abwechslung in den Kita-Alltag zu bringen. Sie sorgen einerseits dafür, dass du etwas Neues lernst. Andererseits befähigen sie dich dazu, dein Aufgabengebiet zu erweitern. Das kann dir später bei einem beruflichen Aufstieg helfen.

Die meisten Weiterbildungen sind für alle Pädagogen offen. Du brauchst also keine besonderen Bedingungen zu erfüllen, um daran teilzunehmen. Essenziell ist es, dass du dich für das Thema interessierst und aktiv deine Kenntnisse erweitern möchtest.

Viele Schulungen dauern nur einen Tag oder ziehen sich über mehrere Wochenenden, sodass du sie super neben deinem Job absolvieren kannst. 

Das Schöne ist, dass die sozialpädagogische Fortbildung nicht nur dir, sondern auch den Kindern etwas bringt, indem du etwa neue Ideen für Projekte oder die Ausgestaltung der Spieleinheiten gewinnst. Bei deiner Ausbildung in Kindheitspädagogik hast du bereits viel Wissen erworben.

Mit der Zeit geht jedoch häufig die Kreativität verloren, da andere Dinge in den Mittelpunkt rücken. Eine Schulung schärft dann wieder den Blick für neue Facetten. 

Im nächsten Abschnitt erfährst du noch mehr über den Nutzen einer Weiterbildung und wie sie zu einer Steigerung der Arbeitsmotivation beiträgt. Außerdem geben wir dir im Verlauf des Artikels Anregungen, zu welchen Themen du dich fortbilden kannst. 

Falls dir bei den vielzähligen Angeboten die Entscheidung schwerfällt, solltest du den letzten Absatz lesen. Dort haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen, dich für eine Schulung zu entscheiden. Wichtig ist, dass du zunächst deine Bedürfnisse herausfindest und dir dann einen Überblick über die verbleibenden Angebote verschaffst.

Nutzen von Weiterbildungen für den Berufsalltag

Erzieher haben Tag für Tag mit einer Vielzahl von Herausforderungen zu kämpfen. Im stressigen Kita-Alltag müssen sie beispielsweise stets ruhig bleiben und versuchen, den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden.

Verhaltensauffällige oder behinderte Heranwachsende benötigen ebenfalls besondere Zuwendung. Hinzu kommen Konflikte zwischen den Kindern, mit deren Eltern oder untereinander im Team. 

Ebenso nicht zu vernachlässigen ist neben der psychischen Anforderung die körperliche Belastung, die vor allem in der Krippe eine große Rolle spielt. Dort müssen Kleinkinder oft hochgehoben oder getragen werden. Zudem benötigen sie Hilfe beim Essen und im Bereich der Hygiene, da sie noch nicht allein auf Toilette gehen können.

Damit Sozialpädagogen nicht an ihren vielen Tätigkeiten und Pflichten scheitern, ist eine regelmäßige Weiterbildung sinnvoll. Dabei können sie lernen, wie sie sich in Konfliktsituationen richtig verhalten, wie sie die zu betreuenden Kinder angemessen fördern können oder wie sie in der größten Hektik nicht die Nerven verlieren.

Darüber hinaus bringt eine Weiterbildung für eine sozialpädagogische Fachkraft diese Vorteile mit sich:

  • Motivation: Die Gelegenheit zur Weiterbildung wird von Sozialpädagogen gern genutzt, da diese meist nicht nur beruflich, sondern auch persönlich einen Mehrwert mit sich bringt. Kenntnisse zur Kommunikation und Streitschlichtung können ebenso im privaten Umfeld zur Anwendung kommen. Zudem eröffnet eine Schulung neue berufliche Perspektiven. Die Möglichkeit zur Übernahme neuer oder höherwertiger sozialpädagogischer Aufgaben beeinflusst die Arbeitsmotivation positiv.
  • Reflexion: Die eigene Tätigkeit zu hinterfragen, ist vor allem bei pädagogischen Berufen wichtig. Im Alltag bleibt dafür jedoch häufig zu wenig oder gar keine Zeit. Eine Schulung kann den Raum und die Denkanstöße bieten, die für eine Reflexion nötig sind. Bei Bedarf werden hierfür speziell konzipierte Seminare angeboten.

Beispiele für Fortbildungen

Mit einer Ausbildung im Bereich der Sozialpädagogik schaffst du die Grundlage für deine Karriere. Mit etwas Berufserfahrung stehen dir vielseitige Weiterbildungen für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen offen.

Kläre am besten vorher ab, welche Themenkomplexe für die Leitung der Kita bedeutsam sind und mit welchen potenziellen neuen Aufgaben du im Anschluss an die Weiterbildung für Erzieher in der Sozialpädagogik rechnen kannst. 

Wie wäre es etwa mit einem Coaching in sozialer Arbeit? Sozialarbeiter sind zwar in der Regel außerhalb der Kita tätig; dabei nutzen sie jedoch Kenntnisse, die auch für die Tätigkeit in einem Kindergarten nützlich sein können. Der Unterschied von sozialer Arbeit und Sozialpädagogik liegt insbesondere in diesem Aspekt:

  • Bei der Sozialpädagogik stehen das Erziehen und Lernen im Fokus. 
  • Die Soziale Arbeit konzentriert sich verstärkt auf Teilhabe und Wahrnehmung der Rechte von sozial benachteiligten Gruppen. 

Gemeinsam haben beide, dass sie darauf abzielen, die soziale und persönliche Entwicklung von Menschen bestmöglich zu fördern. Die in der Sozialen Arbeit angewandten Methoden können dabei auch in deine Tätigkeit Eingang finden.

Bewegung von Kindern spielerisch fördern

Ebenso kannst du eine Weiterbildung zu einem spezifischen Thema besuchen. Beispiele hierfür sind:

  • Kindeswohlgefährdung erkennen und richtig handeln
  • Umgang mit herausfordernden Kindern
  • Elterngespräche richtig führen
  • Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt
  • Inklusion und Integration gestalten
  • Achtsamkeit und Entspannung mit Kindern
  • Bewegung spielerisch fördern
  • Sexualität im Kita-Alltag.

Lasse dich am besten bei einer Suche im Internet von der Vielzahl der Angebote inspirieren und suche dir die Themen aus, die dich am meisten interessieren.

Sozialpädagogische Fortbildungen: Die passende Weiterbildung finden

Du bist vielseitig interessiert und kannst dich nicht für eine Fortbildung entscheiden? Dann solltest du in einem ersten Schritt herausfinden, welche Aspekte für dich wichtig sind. 

Dabei spielt vor allem das Thema die entscheidende Rolle. Überlege dir, welche Kenntnisse du bereits hast und welches Thema für dich den größten Mehrwert bringt. Eine Schulung, in der du Tipps für Elterngespräche erhältst, ist dann nützlich, wenn du regelmäßig mit Erziehungsberechtigten kommunizierst oder dies in Zukunft machen darfst. 

Eine Fortbildung im Bereich der digitalen Medien hat hingegen nur Sinn, wenn die Kita für Projekte solcher Art zugänglich ist. Da Kinder jedoch so wenig Medien wie möglich konsumieren sollen, hält sich der Nutzen womöglich in Grenzen. 

Mache dir im nächsten Schritt Gedanken dazu, wie lang deine Schulung gehen soll und wie viel Geld du dafür investieren möchtest. Kannst du dir vorstellen, deine Arbeit für einige Wochen ruhen zu lassen?

Oder möchtest du dich lieber nebenbei abends beziehungsweise am Wochenende weiterbilden? Bedenke außerdem: Je länger der Kurs dauert, desto höher fallen oftmals die Kosten aus.          

Praktisch ist eine Online-Fortbildung für Sozialpädagogen. Hierbei kannst du dem Dozenten gemütlich von zu Hause aus zuzuhören, ohne dass du zuvor einen weiteren Weg für die Anreise in Kauf nehmen brauchst.

Je nach Anbieter und Dauer bieten sich während des Kurses Gelegenheiten für Gruppenarbeit oder den Austausch zu verschiedenen Problemstellungen aus der Praxis.  

Sozialpädagogische Fortbildungen können folglich auch von Personen absolviert werden, die durch familiäre Gründe stark eingebunden sind und nicht in eine andere Stadt reisen können. Formuliere deine persönlichen Anforderungen an einer Weiterbildung und filtere die Angebote anschließend nach diesen Aspekten.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.