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Wie hoch ist das Gehalt eines Schulsozialarbeiters?

Schulsozialarbeiter Gehalt
Verfasst von Lisa Tondock

Pädagogisches Personal wird derzeit fast überall gesucht. Doch trotz der guten Berufsaussichten bleiben viele Stellen unbesetzt. Das liegt unter anderem daran, dass zum Beispiel für Schulsozialarbeiter ein niedriges Gehalt prognostiziert wird. 

In diesem Artikel möchten wir eine Lanze für die pädagogischen Berufe brechen. Sie sind nur nicht sinnvoll, sondern bieten ebenso abwechslungsreiche Tätigkeiten. Während du in anderen Jobs von morgens bis abends im Büro sitzt, hast du als Sozialarbeiter mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun.

Du übernimmst eine Vielzahl von Aufgaben, sodass keine Langweile aufkommt. Im Bereich der Schulsozialarbeit kooperierst du beispielsweise mit Schulen und schaffst für benachteiligte Jugendliche entsprechende Angebote.  

Ein spezielles Merkmal ist dabei, dass sie allen Kindern und Jugendlichen offensteht. Sie sollte ohne Hürden erreichbar sein und im besten Fall in allen Schulen fest verankert werden. Neben dem Angebot von diversen Fördermöglichkeiten bei Lernproblemen unterstützt sie die Schüler bei der Entwicklung von persönlichen und sozialen Kompetenzen. 

Sozialarbeit in der Schule setzt folglich an dem Punkt an, wo die Betreuung durch die Lehrkräfte aufhört. Diese haben nicht die Ressourcen, ihre Schüler aus individuellen Gesichtspunkten heraus zu betrachten.

Zudem wäre dies schwierig, da es womöglich die Objektivität bei der Bewertung beeinflussen würde. Durch die Sozialarbeit werden die Jugendlichen dennoch nicht mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen. Sie finden in den Sozialarbeitern vertrauensvolle Partner.

Tätigkeiten eines Schulsozialarbeiters

Schulsozialarbeit gilt als einer der typischen Berufe mit Kindern. Sie soll alle Heranwachsenden ansprechen und sie darin unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ebenso soll sie Kindern und Jugendlichen Schutz bieten, die gefährdeten Situationen ausgesetzt oder sozial benachteiligt sind. 

Konkrete Arbeitsfelder der Schulsozialarbeit in der Grundschule und weiterführenden Schulen sind folgende:

  • Hilfe bei schulischen Problemen: Diese kann entweder individuell oder in der Gruppe stattfinden. Die Förderangebote unterstützen die Schüler dabei, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden, indem etwa Lernprobleme aktiv angegangen werden. Zudem unterstützen die Sozialarbeitenden die Heranwachsenden darin, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und effektiv zu nutzen.
  • Beratungsleistungen: Sozialarbeiterinnen stehen sowohl Schülern, Eltern als auch Lehrern bei Problemen beratend zur Seite. Es muss sich hierbei nicht zwingend um schulische Konflikte handeln, sondern es können ebenso familiäre Spannungen im Fokus stehen. Denn diese wirken sich unmittelbar auf das schulische Umfeld aus. Wenn nötig, findet die Beratung auch längerfristig statt. Ebenso können externe Beratungsstellen einbezogen werden.
  • Offene Jugendarbeit: Die Sozialarbeit sollte neben der Konfliktberatung und der Unterstützung in schwierigen Situationen weitere niedrigschwellige Angebote annehmen. Hierzu gehört es beispielsweise, dass sie den Heranwachsenden vielfältige Angebote unterbreiten, im Rahmen, derer sie ihre Freizeit verbringen können. Dies ermöglicht das Knüpfen freundschaftlicher Kontakte und bietet insbesondere Kindern aus den niedrigen sozialen Schichten eine sichere Umgebung zum Nachgehen ihrer Interessen.
  • Berufsorientierung: Je älter die Jugendlichen werden, desto näher rückt der Übergang ins Berufsleben. Vor allem junge Erwachsene mit schlechten Zensuren macht dieser bevorstehende Lebensabschnitt oft Angst. Sie befürchten, keine Ausbildungsstelle zu finden. Andere Jugendliche haben keine Motivation für die Arbeitswelt, da ihnen wichtige Informationen fehlen. Sozialarbeiterinnen unterstützen die Schulabgänger mit Bewerbungstipps und -trainings und geben ihnen Perspektiven für die Lebensplanung.

Kinder- und Jugendcoach werden  

Ausbildung zum Schulsozialarbeiter

Eine spezielle Ausbildung in der Schulsozialarbeit existiert in Deutschland nicht. Der Einstieg in den Beruf gelingt über eine klassische pädagogische Ausbildung

Du kannst unter anderem eine Ausbildung zum Kinderpfleger oder Sozialassistenten absolvieren und anschließend einer Weiterbildung im sozialen Bereich machen. Ebenfalls gute Perspektiven bietet dir ein pädagogisches Studium.

Klassische Studienfächer hierbei sind beispielsweise:

  • Allgemeine Pädagogik
  • Kindheitspädagogik
  • Jugend- und Sonderpädagogik
  • Allgemeine Psychologie
  • Erziehungswissenschaften
  • Bildungswissenschaften
  • Soziale Arbeit.

Da sich die Lehrpläne an jeder Hochschule etwas unterscheiden, ist es sinnvoll, dir die Modulhandbücher einmal genau anzuschauen. Darin kannst du nachlesen, welche Inhalte dich während des Studiums erwarten.

Im Idealfall sind pädagogische Grundlagen ebenso enthalten wir Konzepte der Schulsozialarbeit. Anderenfalls solltest du dir eine Fortbildung suchen, in der du diese vermittelt bekommst.

Von Vorteil ist es bei der Jobsuche außerdem, wenn du bereits praktische Erfahrung nachweisen kannst. Nutze darum Praktika und Hospitationen, um möglichst viele Einblicke in den Beruf zu bekommen. Auf diese Weise vergrößerte sich auch dein berufliches Netzwerk. 

Weitere nützliche Qualifikationen sind Fortbildungen bezüglich der Integration von Kindern und Jugendlichen. Da immer mehr Migrantenfamilien nach Deutschland ziehen, nimmt die Arbeit mit diesen bereits jetzt einen hohen Stellenwert in der Sozialarbeit an Schulen ein.

Die Förderungen der Sprachkenntnisse sowie das Näherbringen unserer Kultur sind dabei nur zwei wichtige Aspekte. Gleichzeitig arbeitest du als Sozialarbeiterin darauf hin, bei allen Schülern und Lehrern eine Akzeptanz für Menschen anderer Herkunft zu schaffen.

Schulsozialarbeiter Gehalt rechnen

Schulsozialarbeiter Gehalt: Deine Gehaltsaussichten 

Wie viel du als Sozialarbeiterin verdienst, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Hierzu zählt beispielsweise die Größe einer privaten Bildungseinrichtung. Kleine Träger haben in der Regel auch ein kleineres Budget für die Entlohnung ihrer Angestellten zur Verfügung.

Darüber hinaus spielt deine Berufserfahrung eine wesentliche Rolle. Je länger du bereits in diesem Beruf arbeitest und je besser du qualifiziert bist, desto besser kannst du deinen Gehaltswunsch begründen.

Es ist daher empfehlenswert, regelmäßig eine Fortbildung im Bereich der Schulsozialarbeit zu besuchen. Mit dieser kannst du dich für besondere Aufgaben qualifizieren und breiter aufstellen.

Absolvierst du etwa eine zusätzliche Ausbildung zum Kinder- und Jugendcoach, bist du bei deiner Jobsuche nicht nur auf Schulen beschränkt.  Zudem steigt das Gehalt, je mehr Verantwortung und Erfahrung du als Kinder- und Jugendcoach hast. 

Viele Sozialarbeitende sind jedoch bei einem privaten Träger, sondern staatlich angestellt. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber der Bund, ein Bundesland oder eine Kommune ist. In diesem Fall liegt der Bezahlung der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zugrunde.

Zugeordnet sind Sozialberater mit Ausbildung den Entgeltgruppen S 11b, S 12 und S 14. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von rund 42.000 Euro brutto im Jahr. Nach den ersten 12 Monaten steigt das Jahresgehalt um rund 3000 Euro an. 

Entscheidend für den Verdienst ist darüber hinaus das Bundesland, in dem du angestellt bist. Hier gibt es teilweise deutliche Unterschiede.

Während Hessen das höchste Gehalt zahlt, müssen Sozialarbeiter in Thüringen mit rund 8000 Euro weniger im Jahr auskommen. Gegebenenfalls kann sich also sogar ein Umzug für den Traumjob lohnen.

Das Gehalt für Schulsozialarbeit ist also nicht so schlecht, wie es häufig in den Medien zu lesen ist. Mit den entsprechenden Qualifikationen kannst du zudem auf der Karriereleiter nach oben klettern.

Kinder- und Jugendcoach werden

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.