Pädagogische Berufe: 10 spannende Berufe im Überblick

Verfasst von Daniel Duddek

Die Pädagogik ist ein weites Berufsfeld. Dementsprechend haben pädagogische Berufe vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Von Erziehern über Lehrer bis hin zu Medien- oder Theaterpädagogen kann mit einer Ausbildung im sozialen Bereich jeder seinen Traumberuf finden.

 

Dies gilt übrigens sowohl für Frauen als auch für Männer. Denn obwohl immer noch überwiegend Frauen mit Kindern zusammenarbeiten, bietet eine Weiterbildung im sozialen Bereich auch für Männer gute Berufsaussichten.

 


Bei dem Begriff „Pädagogik“ fällt den meisten Menschen vermutlich zuerst ein, wo man als Erzieher arbeiten kann. Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten weitaus vielfältiger. Denke zum Beispiel an Jugend- und Therapiezentren, an Pflegeeinrichtungen oder auch an den Bereich der Erwachsenenbildung.

 

Zudem werden Pädagogen oftmals als Fachkräfte an öffentlichen Einrichtungen benötigt, wenn es zum Beispiel darum geht, gegen Mobbing in der Schule vorzugehen oder Medienkompetenz zu vermitteln.

 

Bevor du einen sozialen Beruf anstrebst, solltest du überlegen, ob die Arbeit das Richtige für dich ist. Die wichtigsten Eigenschaften, die du mitbringen solltest, ist ein hohes Maß an Empathie und eine gute Kommunikationsfähigkeit.

 

Zudem solltest du gern mit Menschen zusammenarbeiten sowie viel Geduld mitbringen. Da der Job je nach Einsatzgebiet stressig und psychisch belastend sein kann, ist es darüber hinaus wichtig, dass du selbst eine große psychische Stabilität mitbringst.

Pädagogische Berufe

 

Die Ausbildung in pädagogischen Berufen


Wenn du einen Beruf im sozialen Feld ergreifen möchtest, solltest du dich gut über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Für die Ausbildung in einigen Spezialgebieten benötigst du Abitur. Es existieren jedoch auch nicht-akademische Ausbildungsberufe.

 

Einige finden in Präsenz statt. Andere Abschlüsse kannst du per Fernstudium erwerben. Ebenso unterschiedlich sind zudem die Kosten für die Ausbildung.

 

Strebst du beispielsweise an, erst einmal ein breites Grundlagenwissen im Bereich der Pädagogik zu erwerben, kannst du dich für den gleichnamigen Studiengang an einer Universität einschreiben.

 

Im Verlauf des Studiums hast du dann meist die Möglichkeit, einen oder mehrere eigene Schwerpunkte zu setzen. Darüber hinaus findet sich noch eine ganze Reihe weiterer Studienfächer an deutschen Universitäten.

 

Manchmal tragen diese den Begriff Pädagogik bereits im Namen, zum Beispiel bei Sozial-, Theater- oder Erlebnispädagogik. Des Weiteren existieren Studiengänge wie die Erziehungswissenschaften, in denen ebenfalls pädagogische Inhalte vermittelt werden.

 

Ein Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester, das heißt drei Jahre. Meist ist es Pflicht, in dieser Zeit mindestens ein Praktikum zu absolvieren. Darauf aufbauend kannst du ein Masterstudium absolvieren, welches noch einmal vier Semester in Anspruch nimmt.

 

Der Vorteil von einem Studium an einer staatlichen Universität oder Hochschule ist, dass hierfür keine Studiengebühren fällig werden, sofern es sich um ein Erststudium handelt. Eine Ausbildung an einer Privat- oder Fernuniversität kann hingegen schnell mehrere Tausend Euro kosten.

 

Eine nicht-akademische Ausbildung an einer Berufs- oder Fachschule bereitet sehr spezifisch auf einen Beruf vor. Hierzu zählen etwa der Beruf des Erziehers, des Sozialassistenten oder der des Kinderpflegers. Daneben kannst du die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger an einer Berufsschule absolvieren.

 

Die Ausbildungszeiten liegen zwischen zwei und fünf Jahren. Die Kosten hierfür sind je nach Einrichtung und Bundesland unterschiedlich; meist wird ein monatliches Schuldgeld fällig. Ein Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern kann sich lohnen.

 

Kinder- und Jugendcoach werden

 

Spezialgebiete in der Ausbildung

 

Wie bereits erwähnt, stehen im Zuge der Ausbildung viele verschiedene Schwerpunkte zur Auswahl. Dies trifft besonders auf die breite Anzahl an Studiengängen zu.

 

Um dir einen besseren Überblick darüber zu geben, haben wir die beliebtesten Spezialgebiete für dich zusammengefasst:

 

  • Sozialpädagogik: Dieses Fach ist eines der Klassiker, denn es bereitet auf viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten vor. Absolventen können sowohl mit Kindern, Jugendlichen und Familien als auch mit Senioren und physisch oder psychisch beeinträchtigten Menschen arbeiten. Darüber hinaus ist es möglich, Aufgaben in der Organisation und Verwaltung von beratenden Einrichtungen oder Schul- bzw. Jugendämtern zu übernehmen. Dort kannst du ebenso eingesetzt werden, um Strategien gegen Mobbing zu entwickeln.

 

  • Pflegepädagogik: Wenn du Freude daran hast, dein Wissen weiterzugeben, kannst du als Pflegepädagoge zukünftige Kranken- und Altenpfleger ausbilden und an der Erstellung der entsprechenden Lehrpläne mitarbeiten. Hierbei kommt es nicht nur auf deine Fachkenntnisse, sondern auch auf deine didaktischen Fähigkeiten an.

 

  • Medienpädagogik: Wenn du eine Affinität zu Neuen Medien hast, könnte die Fachrichtung Medienpädagogik das Richtige für dich sein. Dabei besuchst du Kindergärten und Schulen, um mit den Kindern gemeinsam Medien zu erstellen und gleichzeitig auf deren Gefahren aufmerksam zu machen. Zudem bist du Ansprechpartner für Lehrer, Erzieher und Eltern.

 

  • Kulturpädagogik: Ebenfalls kreativ tätig werden kannst du als Kulturpädagoge. In diesem Bereich arbeitest du in Museen, Kulturämtern oder Jugendeinrichtungen und organisierst Veranstaltungen, in denen die Kultur möglichst spannend vermittelt wird.

 

  • Theaterpädagogik: Wenn du Spaß dabei hast, Theater zu spielen, kannst du als Theaterpädagoge Kinder oder Erwachsene bei der Inszenierung eines Stücks anleiten. Auf diese Weise trägst du dazu bei, dass Selbstbewusstsein bei Kindern zu stärken. Außerdem kannst du bei der Vor- und Nachbereitung von Schauspielstücken in Schulen mitwirken.

Welchen pädagogischen Beruf magst du?

Einsatzgebiete von Pädagogen

 

Die Spezialgebiete haben bereits einen Eindruck davon vermittelt, in welchen Bereichen sich Sozialpädagogen spezialisieren.

 

Ihr Einsatzbereich ist noch einmal größer:

 

  • Leitung: Mit der nötigen Qualifizierung können Sozialpädagogen die Leitung einer Kindertagesstätte oder eines Pflegeheims übernehmen. In diesem Fall arbeitest du nicht mehr direkt mit Menschen zusammen, sondern bist vor allem für die Mitarbeiterführung sowie die Verwaltung zuständig.

 

  • Wirtschaft: Großen Unternehmen ist die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter ein großes Anliegen. Aus diesem Grund kommen Wirtschaftspädagogen zum Beispiel in der Personal- und Organisationsentwicklung zum Einsatz.

 

  • Verlage: Schulbücher beinhalten nicht nur eine Menge Wissen, sondern sind ebenso didaktisch optimal aufbereitet. Darum hast du auch die Chance, eine Anstellung bei einem Verlag zu finden.

 

  • Berufsschulen / Universitäten: Nicht nur an Grund- und weiterführenden Schulen werden gute Lehrer benötigt, sondern ebenso an Berufsschulen und Universitäten. Auch Quereinsteiger können im Bereich der Erwachsenenbildung eine neue berufliche Herausforderung finden.

 

  • Integration: Als Integrations- oder Sprachmittler unterstützt du Einwanderer während ihrer ersten Zeit in Deutschland. Dabei begleitest du sie zum Beispiel bei Behördengängen, hilfst ihnen beim Verstehen der deutschen Kultur oder unterstützt sie beim Lernen der deutschen Sprache.

 

  • Streetworker: Streetworker leisten ebenfalls eine wichtige Arbeit, indem sie Menschen helfen, die kein Zuhause mehr haben. Dieser Job ist allerdings nichts für schwache Nerven, da du als Streetworker oft mit Drogenabhängigen in Kontakt kommen wirst. Die Schicksale, die die Obdachlosen mit dir teilen, können psychisch sehr belastend sein.

 

  • Kinder- und Jugendcoach: Nachhaltige Erfolge beim Kampf gegen Mobbing zu erzielen, ist der Fokus. Respekt und Empathie zu vermitteln sind dabei zwei unverzichtbare Bausteine. Neben Kindern und Eltern lernst du, Pädagogen fortzubilden. Du hilfst Ihnen, sich mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen und vermittelst Konzepte, mit denen sie diesem Thema begegnen können. Das bedeutet vielerorts einen großen Fortschritt, da oftmals kein klarer und einheitlicher Umgang mit Mobbing existiert.

 

Kinder- und Jugendcoach werden

 

Fazit: Pädagogische Berufe

 

Wie du siehst, bieten sich für die Absolventen pädagogischer Berufe eine Menge verschiedener Einsatzmöglichkeiten, die weitab sind von der klassischen Arbeit als Erzieher oder Lehrer.

 

Kannst du dich noch nicht für eine Fachrichtung entscheiden, ist es ratsam, zunächst ein breites Grundwissen zu erwerben und anschließend verschiedene Vertiefungen zu wählen.

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung muss übrigens noch lange nicht Schluss sein. Sozialwissenschaftler haben viele Chancen, sich ihr Leben lang weiterzubilden, zum Beispiel mit einer Zusatzqualifikation für Erzieher. Weiterbildungen können sich auch im Gehalt niederschlagen.

 

Im Durchschnitt können Pädagogen mit einem Jahresgehalt um die 40.000 Euro rechnen. Allerdings schwankt der Lohn sehr – je nach Fachgebiet und Qualifikation. Wenn du einen pädagogischen Beruf ergreifen möchtest, solltest du dich daher zuvor über die verschiedenen Verdienstmöglichkeiten informieren.

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Daniel Duddek

ÜBER DEN AUTOR

Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.

Daniel Duddek

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