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Online Fortbildung Kindertagespflege: Welche Möglichkeiten hast du?

Online Fortbildung Kindertagespflege
Verfasst von Daniel Duddek

Das digitale Lernen hat sich in vielen Fachgebieten bereits fest etabliert, so auch in pädagogischen Berufen. Es gibt zahlreiche digitale Plattformen, die eine online Fortbildung für die Kindertagespflege anbieten. Diese stehen dir offen, um dich weiterzuqualifizieren.

Eine online Fortbildung in der Sozialen Arbeit ist oftmals günstiger als ein Präsenzkurs, da der Anbieter keine Räumlichkeiten bezahlen muss. Zudem werden nicht alle digitalen Seminare von einem Dozenten geleitet.

Bei Selbstlernkursen studierst du für dich selbst die Unterlagen und beantwortest beispielsweise anschließend Fragen dazu. Zählst du zu den Autodidakten, ist das kein entscheidendes Element.

Möchtest du aber etwas live erzählt bekommen und die Option für Rückfragen haben, solltest du bei der Auswahl auf einen digitalen Live-Unterricht achten.

Die Kosten für eine Weiterbildung beginnen bei rund dreißig Euro, können aber ebenso auf weit über eintausend Euro steigen. Ein Faktor ist dabei, wie lange der Kurs dauert und welche Prüfungen er enthält.

Am besten sprichst du vor der Buchung mit deinem Arbeitgeber, inwiefern sich deine Tätigkeiten nach dem Abschluss verändern können und ob er sich an den Kosten beteiligt.

Anschließend kannst du abwägen, ob eine intensive Weiterbildung dir zu einem beruflichen Aufstieg verhilft oder du lieber nur einige Nachmittage investierst, um aus persönlichem Interesse etwas Neues zu lernen.

Online Fortbildung Kindertagespflegerin

Was bedeutet „Kindertagespflege“?

Der Begriff umfasst nicht allein die Arbeit in einer Krippe oder Kita, sondern bezieht weitere Formen der Betreuung von Heranwachsenden mit ein. Nach einer Fortbildung zur Tagesmutter kannst du ebenso tagsüber die Pflege für Kinder übernehmen.

Beide Formen haben ihre Berechtigung und verfolgen unterschiedliche Ansätze, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. In Kindertagesstätten sind größere Gruppen von Kindern untergebracht, wodurch eine dynamische Gruppenatmosphäre entsteht.

Es teilen sich mehrere Erzieher und pädagogische Mitarbeiter die Verantwortung für eine Gruppe. Meist müssen sich zwei Fachkräfte gleichzeitig um 25 Kinder kümmern. Damit ist der Betreuungsschlüssel so gestaltet, dass eine individuelle Förderung nicht möglich ist.

Ein Vorteil ist jedoch, dass die Räumlichkeiten überwiegend größer sind und ein eigener Spielplatz an die Kita angebunden ist. Eine Tagesmutter betreut die Heranwachsenden größtenteils bei sich zu Hause.

Sie richtet dafür dann zum Beispiel extra ein Zimmer her. Soll es nach draußen gehen, ist sie dabei für bis zu fünf Kinder allein verantwortlich.

Obwohl die Beziehung zwischen Tagesmutter und dem Sprössling oftmals persönlicher ist, geraten viele Tagesmütter auch an ihre Grenzen, da sie bei der Beaufsichtigung keine Unterstützung durch eine zweite Person haben.

Dennoch fühlen sich viele Kinder in einem kleinen und privaten Rahmen wohler. Der Kita-Alltag hingegen kann bei Heranwachsenden große Stresssymptome hervorrufen, sodass diese unter der Betreuungssituation leiden.

Ein weiterer Unterschied liegt in den Öffnungszeiten und der Flexibilität. Kitas haben festgelegte Öffnungszeiten, nach denen sich die Eltern ausrichten müssen. Gerade bei Müttern oder Vätern, die im Schichtdienst arbeiten, kann das zu Schwierigkeiten führen.

Einige, aber auch nicht alle Tagesmütter, bieten flexiblere Betreuungszeiten an. Haben diese jedoch selbst Termine, kann es auch vorkommen, dass der Nachwuchs eher abgeholt werden muss.

Die Kosten variieren für beide Betreuungsformen je nach Bundesland stark, sodass dieser Faktor stets abhängig von der Wohnsituation individuell betrachtet werden muss.

Kinder- und Jugendcoach werden

Was muss eine Betreuungsperson können?

Die sozialpädagogischen Aufgaben umfassen viele Tätigkeiten. Während einer Ausbildung oder eines Studiums wirst du so gut es geht auf diese vorbereitet.

Mehrere Praxisphasen sorgen dafür, dass nicht nur theoretisches Wissen gelehrt, sondern auch frühzeitig die praktische Umsetzung geübt wird.

Bei einem Quereinstieg absolvierst du eine Weiterbildung zum Kinderpfleger und wirst dabei ebenfalls auf deine zukünftigen Aufgaben vorbereitet, allerdings nicht im gleichen Umfang wie bei einer staatlich anerkannten Ausbildung.

Die wichtigsten Kenntnisse, die du für die Kinderbetreuung mitbringen musst, sind folgende:

  • Pflege: Kita-Mitarbeitende und Tagesmütter sorgen dafür, dass die grundlegenden Bedürfnisse der zu betreuenden Kinder erfüllt sind. Dazu gehört es beispielsweise, Mahlzeiten vorzubereiten, Windeln zu wechseln und bei Bedarf die Heranwachsenden zu trösten. Größere Kinder werden in ihrer Selbstständigkeit gefördert. Mit ihnen wird der Toilettengang sowie das Anziehen geübt.
  • Pädagogische Arbeit: Durch die Anleitung zu altersgerechten Aktivitäten fördern Tagespflegepersonen die vielseitige Entwicklung der Kinder. Dies umfasst motorische Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und soziale Kompetenzen. Zudem versuchen sie, die kognitiven Fähigkeiten der Sprösslinge zu stärken. Im Idealfall erwerben die Kleinen diese beim Spielen ganz nebenbei.
  • Förderung sozialer Fähigkeiten: Tageseltern und Kita-Mitarbeitende schaffen eine spielerische Umgebung, die zugleich den sozialen Austausch zwischen den Kindern untereinander fördert. Hier lernen sie, miteinander zu interagieren, ohne Gewalt Konflikte zu lösen und Empathie für Menschen und Tiere zu entwickeln.
  • Organisation: Tagespflegepersonen strukturieren den Tagesablauf, um den Kindern Sicherheit durch eine verlässliche Routine zu bieten. Das Mittagessen findet beispielsweise immer zur gleichen Zeit statt. Für die kleineren Heranwachsenden gibt es zudem eine Mittagspause, damit sie ein wenig zur Ruhe kommen.
  • Informationsaustausch: Auch regelmäßiger Kontakt zu den Eltern gehört zu den wesentlichen Aufgaben von Erziehern und Tagesmüttern. Sie erzählen den Müttern und Vätern, wie sich ihr Nachwuchs entwickelt. Für diesen Zweck dokumentieren sie die Entwicklung der Kinder regelmäßig.

Fachfortbildungen Kindertagespflege

Wann hat eine Online-Weiterbildung Sinn?

Es gibt eine Reihe Fortbildungen in der Sozialpädagogik, die du absolvieren kannst, um dein Wissen zu erweitern. Spürst du bei deiner Arbeit im Kita-Alltag, dass dir bestimmte Kenntnisse fehlen, kannst du diese mit einer Weiterqualifizierung gezielt erwerben.

Kommt es beispielsweise häufiger zwischen Kindern zu Streitigkeiten und fällt es dir schwer, diese zu lösen, bietet sich eine Fortbildung als Erzieher zur Streitschlichtung an.

Doch auch in anderer Hinsicht ist eine Weiterbildung sinnvoll, denn hierdurch eröffnen sich neue Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten. In einer Kita können dir neue Aufgabenbereiche übertragen werden.

Das geht etwa mit einer Fortbildung zur Gruppenleitung für eine Kinderpflegerin. Dabei lernst du, wie du andere Mitarbeiter anleitest und auch bei Stress für die Einhaltung des Tagesablaufs sorgst.

Als Tagesmutter hingegen kannst du dir mit einer Weiterbildung zum Kinder- und Jugendcoach ein zweites berufliches Standbein aufbauen.

Als Kindercoach erarbeitest du mit den Heranwachsenden Strategien, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen und sie dazu befähigen, diese zu lösen.

Ziel ist es außerdem, dass die Klienten während des Coachings mehr Selbstbewusstsein erlangen. Damit wird ihre Resistenz gegen Mobbing und andere Schwierigkeiten gestärkt.

Ein weiterer Faktor ist die Auffrischung und Aktualisierung von Kenntnissen. In Fortbildungen für Pädagogen kannst du die Ergebnisse der aktuellen Forschung erfahren oder neue Methoden erlernen.

Das wiederum wirkt sich dann positiv auf deine Arbeit aus. In einer Kita lohnt es sich, die Erkenntnisse an deine Kollegen weiterzugeben. Auf diese Weise profitiert die gesamte Einrichtung von deinem Engagement. Zugleich kannst du dich so als Ansprechpartner für bestimmte Themen empfehlen.

Kannst du die Absolvierung regelmäßiger Weiterbildungen nachweisen, stärkt dies das Vertrauen der Eltern in dich als Tagesmutter oder für die Einrichtung, in der du arbeitest. Die Qualifizierung zeigt, dass es dir wichtig ist, einen guten Job zu machen und dass du an dir selbst arbeitest.

Kinder- und Jugendcoach werden

Welche Optionen zur Online-Weiterbildung Kindertagespflege gibt es?

Neben dem Job den Alltag zu meistern, stellt viele Menschen täglich vor eine Herausforderung. Und dann zusätzlich noch eine Weiterbildung absolvieren? Das ist zeitlich oft kaum vorstellbar. Mit einer online Fortbildung für Erzieher wird dir das allerdings erleichtert.

Der größte Vorteil ist dabei die Flexibilität:

  • Ortsunabhängigkeit: Gerade Personen, die in einer kleinen Stadt wohnen, haben kaum Gelegenheiten, sich vor Ort weiterzubilden. Es gibt keine Institution, die entsprechende Kurse anbietet. Für digitale Schulungen dagegen brauchst du lediglich einen Computer mit Internetzugang und kannst von überall darauf zugreifen.
  • Zeitunabhängigkeit: Hier muss unterschieden werden zwischen Kursen im Selbstlern-Segment und denen, die von einem Dozenten digital geleitet werden. Ein Dozent vermittelt den Lernstoff lebhafter, dafür findet der Kurs zu einer bestimmten Zeit statt. In dem Fall solltest du gezielt nach Schulungen suchen, die gut in deinen Zeitplan passen.

Aufgrund der zahlreichen Angebote ist es meist selbst für Berufstätige kein Problem, einen passenden Kurs zu finden. Überlege dir am besten zuvor, welcher Bereich dich besonders interessiert. Dann kannst du die vielen verschiedenen Themen entsprechend filtern.

Kurse gibt es zum Beispiel für:

  • Inklusion, Vielfalt und Diversität
  • Kinderrechte und Kinderschutz
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Elternarbeit
  • Medienpädagogik
  • Sexualpädagogik
  • Ernährungsberatung
  • Resilienzförderung und Umgang mit Angst
  • Bewegung in der Kita
  • Stress- und Zeitmanagement für Erzieher
  • Rechtliche Grundlagen für Tagesmütter.

Nutze die Online Fortbildung in der Kindertagespflege auch dafür, deine eigene Arbeit zu reflektieren. Denke an die neu erworbenen Kenntnisse aus dem Kurs und passe deine Methoden daran an.

Denke auch daran, dass sich Ideen nicht von heute auf morgen umsetzen lassen. Ein pädagogisches Konzept ist nie endgültig fertig, sondern befindet sich genauso wie die Gesellschaft stets im Wandel.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.