Motivationscoach werden & Menschen unterstützen

Verfasst von Daniel Duddek

In der heutigen Zeit werden wir täglich mit einer Menge Anforderungen im Berufs- und Privatleben konfrontiert. Mit diesen Belastungen umzugehen, fällt vielen Menschen schwer. Auf Dauer können Stress und Rückschläge zu Demotivation und einer abnehmenden Leistungsfähigkeit führen. Unter diesen Umständen können Ziele dann nicht oder nur sehr langsam erreicht werden. Wenn du Motivationscoach werden willst, kannst du diesen Prozessen entgegensteuern.

 

Konkret geht es bei einem Motivationstraining darum, Klienten neues Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu schenken und verborgene Potenziale wachzurufen. Hierdurch sollen das eigene Wohlbefinden und die Motivation nachhaltig gesteigert werden.

 

Dieser Prozess kann unterschiedlich lang dauern. Manche Kunden brauchen lediglich einen Anstoß, um sich wieder fokussiert der Zielerreichung zuwenden zu können. Andere Klienten müssen erst lernen, aus ihren verfestigten Denk- und Verhaltensmustern auszubrechen. Denn das Verlassen der gewohnten Umgebung erfordert eine Menge Mut. 

Motivationscoach Ausbildung

Doch nur durch das Beseitigen von Routinen wird Platz für Veränderungen geschaffen!

 

Indem sich Menschen an einen Mentalcoach wenden, haben sie bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Anschließend geht es darum, diese Initiative zu belohnen und gemeinsam mit dem Klienten einen Plan für die Umsetzung von Veränderungen auszuarbeiten.

 

Hierfür werden diverse Methoden eingesetzt, unter anderem die Selbstreflexion und der Perspektivenwechsel. Diese dienen dazu, die Verhaltensweisen zu analysieren, die deinen Klienten ausbremsen. Weiterhin soll die eigene Wahrnehmung geschärft werden. 

 

Je konkreter die Vision von einem Ziel ist, desto besser lässt sich dieses erreichen. Unterstützend können während des Coachings zudem Glaubenssätze entwickelt und aufgeschrieben werden. Die Zettel kann dein Kunde an Stellen in seiner Wohnung anbringen, die er täglich sieht. Gut geeignet sind etwa die Wohnungstür, der Spiegel oder der Kühlschrank. 

 

In diesem Artikel verraten wir dir mehr darüber, wie ein Motivationscoach arbeitet, wie du den Beruf einschlagen kannst und warum die Ausbildung auch zu deiner persönlichen Entwicklung beiträgt.

 

 

Wie arbeitet ein Motivationscoach?

 

Bevor du dich für eine Ausbildung zum Coach entscheidest, solltest du dich darüber informieren, welche Aufgaben anschließend auf dich zukommen. Denn anders als im Bereich des Kindercoachings, arbeitest du als Motivationscoach vorrangig mit Erwachsenen zusammen, die Unterstützung für die Erreichung ihrer Ziele benötigen.

 

Diese Ziele können sich sowohl auf den privaten als auch auf den beruflichen Bereich beziehen und sehr vielseitig sein. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass dich eine Person aufsucht, weil sie endlich mehr Sport treiben möchte.

 

Ein anderer Klient möchte sich vielleicht beruflich komplett verändern und eine Fortbildung zum Erzieher absolvieren. Deine Aufgabe als Coach ist es dann, Denkanstöße zu vermitteln, die zur Zielerreichung beitragen. 

 

Hierfür wendest du verschiedene Techniken an. Du kannst etwa mit einer Person, die einen Beruf mit Kindern erlernen möchte, visualisieren, wo man als Erzieher arbeiten kann. Auf diese Weise entsteht Stück für Stück ein konkreter Plan, welche Schritte für das Erreichen des Ziels nötig sind und wie diese umgesetzt werden können.

 

Konkret läuft die Arbeit als Mentalcoach in drei Schritten ab

 

  • Ziel definieren: Erst wenn eine Person ein konkretes Ziel vor Augen hat, kann sie konsequent darauf hinarbeiten. Das Vorhaben „Ich möchte viel Geld haben“ ist etwa zu unspezifisch definiert. Besser wäre: „Ich möchte innerhalb der nächsten 12 Monate einen Job als Marketing-Experte finden, bei dem ich mindestens 3000 Euro brutto im Monat verdiene.

 

  • Motivation schaffen: Indem konkrete Schritte definiert werden, die zur Erreichung des Ziels führen, wird dein Klient motiviert. Hierbei geht es auch darum, Ängste und Sorgen aus dem Weg zu räumen, die ihm bisher im Weg standen. Zudem solltest du deinen Klienten beibringen, wie sie besser mit Stress und Rückschlägen umgehen können.

 

  • Plan umsetzen: Im letzten Schritt wird sich zeigen, ob du deinen Kunden ausreichend Motivation vermitteln konntest. Denn jetzt geht es darum, das eigene Potenzial zu nutzen und Schritt für Schritt auf das Ziel hinzuarbeiten. Im besten Fall schafft das ein Klient allein. Ebenso häufig kommt es jedoch vor, dass du noch ein Stück an dessen Seite bleibst, um die Motivation aufrechtzuerhalten

 

Wie kannst du Motivationscoach werden?

 

Da die Bezeichnung des Motivations- oder Mentalcoaches rechtlich nicht geschützt, kann prinzipiell jeder in dem Beruf arbeiten. Das Gleiche gilt übrigens für einen Kinder- und Jugendcoach. Dennoch ist es natürlich empfehlenswert, eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren.

 

Denn wenn du als Freiberufler keine gute Arbeit machst, spricht sich das schnell herum. Fehlende Kunden können dann die Folge sein. Strebst du eine Festanstellung an, werden die Arbeitgeber bei deiner Bewerbung darauf achten, dass du zumindest eine pädagogische Ausbildung vorweisen kannst.

 

Die Aus- bzw. Weiterbildung steht prinzipiell jedem offen, der Spaß daran hat, anderen Personen motivationsfördernden Maßnahmen zu vermitteln.

Motivationscoach

Ebenso solltest du folgende Eigenschaften mitbringen:

 

  • Selbstbewusstsein: Als Coach berätst du nicht nur Einzelpersonen, sondern führst ebenso Trainings mit Gruppen durch. Es ist wichtig, dass du dabei selbstbewusst auftrittst und hinter den Prinzipien stehst, die du vermitteln möchtest. Verhältst du dich gegenüber Klienten schüchtern, wirst du diese nur schwer zu einer Verhaltensänderung motivieren können.

 

  • Ehrgeiz: Du solltest deinen Kunden vorleben können, was man durch die richtige Motivation alles erreichen kann. Es ist eine gute Werbung für dich, wenn du bereits eine Menge deiner persönlichen Ziele erreicht hast. Das kann etwa die Vollendung eines Marathons oder der berufliche Aufstieg sein.

 

  • Empathie: Hast du eine Weiterbildung zum Erzieher abgeschlossen, weißt du schon, wie wichtig es ist, sich in andere Personen hineinfühlen zu können. Denn wenn du einen Menschen motivieren willst, musst du zunächst versuchen herauszufinden, woher seine Intention kommt und was ihn antreibt. Das gelingt dir wiederum nur, wenn du die Lebenssituation deines Klienten nachvollziehen kannst und durch das nötige Einfühlungsvermögen mehr über seine Gefühle erfährst. 

 

Erfüllst du diese Voraussetzungen, hast du gute Chancen, als Mentalcoach erfolgreich zu werden. Natürlich kannst du die Weiterbildung aber auch absolvieren, wenn du dich einfach persönlich weiterentwickeln willst. Weiterhin kann das Erlernen von Motivationstechniken auch für Eltern, Führungskräfte oder Angestellte im Bereich der Schulsozialarbeit von Interesse sein.

 

Wie hoch ist der Verdienst eines Motivationscoaches?

 

Ob es sich lohnt, eine Weiterbildung zu absolvieren, ist auch von den späteren Verdienstmöglichkeiten abhängig. Diese wiederum bemessen sich unter anderem an deiner Qualifizierung und Erfahrung. Ansonsten hast du die Wahl, ob du als Coach freiberuflich arbeitest oder nach einer Anstellung in einem Unternehmen suchst.

 

Machst du dich selbstständig, kannst du selbst festlegen, welchen Betrag du für eine Einzelberatung oder ein Gruppencoaching ansetzt. Die Spielräume sind hier sehr groß: Manche Trainer bieten ein Einzelgespräch für 30 Euro je Stunde an, andere verlangen bis zu 100 Euro.

 

Ebenso große Unterschiede gibt es für die Arbeit mit Gruppen. Du kannst ein Tagesseminar für 120 Euro anbieten, aber ebenso 600 Euro verlangen. 

 

Im Hinterkopf behalten solltest du bei deiner Preisgestaltung immer, dass du auch Kunden finden musst, die bereit sind, den von dir angesetzten Betrag zu zahlen. Gerade am Anfang, wenn du noch keine Kontakte in der Branche aufgebaut hast, können günstige Preise eine Starthilfe sein.

 

Gleichzeitig musst du noch genug einnehmen, um deine Lebenshaltungskosten decken zu können. Dieser Spagat ist sehr schwierig, weshalb viele Coaches zunächst nur nebenberuflich in das Business einsteigen.

 

Berufliche Alternativen für Motivationscoaches

 

Manche Freiberufler spezialisieren sich zudem auf die Beratung von Firmen bzw. deren Mitarbeitern. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements oder der Personalentwicklung kannst du Arbeitnehmern Strategien für eine dauerhafte Motivation vermitteln und somit deren Zufriedenheit im Job steigern.

 

Darüber hinaus kannst du der Führungsebene vermitteln, wie sie motivationsfördernde Maßnahmen an ihre Angestellten weitergeben und den Arbeitseinsatz intensivieren können. Derartige Schulungen sind in der Regel mehrtägig und ermöglichen dir, über 1000 Euro für einen Auftrag einzunehmen. 

 

Daneben hast du die Möglichkeit, dir eine Festanstellung zu suchen. Die Zahl der Arbeitgeber ist allerdings begrenzt. Gute Chancen haben Motivationscoaches beispielsweise bei privaten Beratungseinrichtungen.

 

Hierbei ist es von Vorteil, wenn du zusätzlich eine pädagogische Grundausbildung vorweisen kannst, etwa ein Studium der Psychologie oder eine Weiterbildung im Bereich der sozialen Arbeit. Mit der entsprechenden Qualifikation liegt das Gehalt bei rund 2500 Euro brutto im Monat.

Motivationscoaching

Wie die Ausbildung zu deiner persönlichen Weiterentwicklung beiträgt

 

Die Weiterentwicklung zum Coach bringt dich nicht nur beruflich weiter, sondern ist zugleich eine spannende Reise zu dir selbst. Das gilt sowohl für die Weiterbildung zum Kindercoach oder Lerncoach als auch für eine Ausbildung zum Motivationscoach.

 

Denn indem du lernst, welche Techniken zur Motivation und Zielerreichung beitragen, kannst du diese natürlich auch bei dir selbst anwenden. Das kann dazu führen, dass dir noch einmal vollkommen neue Perspektiven eröffnet werden. 

 

Ein Schwerpunkt beim mentalen Training liegt auf der Methode des Perspektivenwechsels. Vielleicht ist dir diese bereits aus der Jugendarbeit bekannt.

 

Versetzt du dich in eine andere Person hinein, kannst du deine subjektive Sichtweise einmal verlassen. Stattdessen blickst du objektiv auf dein Leben und kannst analysieren, welche Chancen oder auch Hindernisse dich Tag für Tag begleiten. 

 

Anschließend kannst du eine umfassende Selbstreflexion vornehmen. Bei dieser analysierst du rückblickend, aus welchen Gründen du in deinem bisherigen Leben welche Entscheidung getroffen hast.

 

Motivationscoach werden: Unser Fazit

 

  • Bist du eher ein Bauch- oder Kopfmensch?
  • Hast du Angst vor Veränderungen oder rennst du vor Verpflichtungen davon?
  • Bereust du einige deiner Entscheidungen oder würdest du alles wieder genauso machen?
  • Wie hätte dein Leben verlaufen können, wenn du hier und da einen anderen Weg eingeschlagen hättest?

 

Diese Fragen ehrlich zu beantworten, erfordert es, dass du dir selbst gegenüber kritisch bist und zu deinen Fehlern stehst. Ziel ist es, die Methode der Selbstreflexion so gut zu beherrschen, dass du sie auch bei deinen Klienten anwenden kannst. 

 

Arbeitest du als Motivationstrainer, sollte ein Kunde nach dem Coaching folgende Fragen beantworten können:

 

  • Was möchte ich in meinem Leben konkret erreichen?
  • Welche Verhaltensweisen bremsen mein Handeln aus?
  • Was kann ich tun, um erfolgreich zu werden?

 

Du musst keine Umschulung im sozialen Bereich absolvieren, um Menschen bei Ihrer Lebensgestaltung helfen zu können. Durch die entsprechende Weiterbildung zum Motivationscoach kannst du deine Klienten dazu motivieren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und eine Menge zu erreichen!

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Daniel Duddek

ÜBER DEN AUTOR

Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.

Daniel Duddek

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