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Erzieher Voraussetzungen: So bereitest du dich auf die Ausbildung vor

Erzieher Tätigkeiten
Verfasst von Daniel Duddek

Eine Erzieherin oder ein Erzieher haben einen verantwortungsvollen Job, der viel Kompetenz und Fingerspitzengefühl erfordert. Das Rüstzeug hierfür erlangst du durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung. In Deutschland gibt es ein großes Spektrum an Bildungsinstitutionen, die dir eine solche Ausbildung anbieten. 

Du verfügst also über sehr viele Möglichkeiten, um den für dich passenden Ausbildungsplatz zu ergattern. Allerdings musst du dafür länderspezifische Voraussetzungen in Form von Leistungsnachweisen erfüllen. Zudem ist es vorteilhaft, dass du bestimmte Soft Skills zu deinem Repertoire zählst.

Diese persönlichen Voraussetzungen sollten Interessenten bestenfalls erfüllen

  • Du benötigst in Berufen mit Kindern oder auch mit hilfebedürftigen Personen vor allem Geduld und starke Nerven in Kombination mit Empathie. Diese Eigenschaft ist grundsätzlich bei allen Ausbildungen und Arbeitsstellen im sozialen Bereich von Vorteil. Für soziale Ausbildungsberufe gilt daher: geduldig bleiben und starke Nerven beweisen.

  • Gleichzeitig solltest du selbstbewusst und durchsetzungsfähig sein. Denn schon in der Ausbildung konfrontiert dich der Job mit reichlich Konfliktpotenzial. Ob Streit zwischen den Kindern oder beispielsweise ein unangenehmes Gespräch mit den Eltern – Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen helfen dir nachhaltig beim Lösen von Konflikten.

  • Vorteile bringen dir auch eine gehörige Portion Kreativität und Flexibilität. Eigenschaften dieser Art zahlen sich gerade dann aus, wenn du mit Kindern bastelst oder neue Spielideen kreierst. Auch beim Umgang mit den unterschiedlichsten Situationen und bei der Lösungssuche hinsichtlich individueller Teenager-Problemen sind Kreativität, Flexibilität und Spontanität gefragte Charaktereigenschaften.

Voraussetzungen Erzieher: Leistungsnachweise die Zulassung zur Ausbildung

Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Erzieherausbildung sind in Deutschland länderspezifisch geregelt. Demnach kannst du deine Ausbildung auf verschiedene Arten absolvieren. Ein Fernstudium zum Erzieher ist ebenso machbar wie eine Umschulung zum Erzieher. Es stehen hierbei mehrere und verschiedene Ausbildungsmodelle zur Verfügung. 

Als gängigste Ausbildungslösungen gelten die teilzeitschulische, die vollzeitschulische sowie die praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Die Zulassungskriterien für eine entsprechende Ausbildung sind allerdings sehr unterschiedlich. Es gibt aber auch Bereiche, in denen sich die Vorgaben nahezu oder sogar ganz decken.

Unabhängig vom jeweiligen Bundesland solltest du generell die folgenden Leistungsnachweise für die Ausbildung zum Erzieher liefern:

  • Bewerber sollten einen mittleren Schulabschluss vorweisen.
  • Im idealen Fall verfügst du bereits über eine Ausbildung in sozialen Berufen, wie zum Beispiel als Kinderpfleger oder in sozialpädagogischen Berufen.
  • Als Abiturient kannst du punkten, wenn du während deiner Schulzeit bereits ein Praktikum über mehrere Wochen in einer sozialpädagogischen Einrichtung absolviert hast.
  • Ohne einschlägige Berufsausbildung nehmen dich Fachschulen oder Fachakademien meistens nur dann an, wenn du mindestens ein Jahr lang sozialpädagogische Praxiserfahrung in einer entsprechenden Institution vorweist.

Voraussetzungen bei der Bewerbung

Es besteht keine Verpflichtung zur Annahme von Ausbildungsanträgen

Da mit einer Erzieherausbildung und einem späteren Berufseinstieg in sozialen und pädagogischen Bereichen auch ein Höchstmaß an Verantwortung einhergeht, prüfen die Fachschulen und -akademien jeden einzelnen Aufnahmeantrag sehr sorgfältig. 

Erfüllst du die Voraussetzung für die Annahme nicht, lehnen sie dich ab. Das ist legitim, denn die jeweiligen Ausbildungsstätten sind nicht verpflichtet, einen Bewerber aufzunehmen.

In manchen Fällen legen Schulen auch individuelle Annahmekriterien fest, die als Basis für das eigene Auswahlverfahren fungieren. Dadurch kann es beispielsweise passieren, dass dich eine kirchliche Trägerschaft aufgrund deiner Konfession abgelehnt. 

Neben der eigentlichen Bewerbung bestehen die meisten Lerninstitute zudem auch auf die Vorlage von Lebensläufen.

Warum Erzieher werden – aus diesen Gründen lohnt sich eine Ausbildung

  • Sinnvolle Tätigkeit: Mit der Betreuung von Kindern oder hilfsbedürftigen Menschen leistest du einen sozial wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Zudem schult eine entsprechende Ausbildung auch deine eigene Persönlichkeit sowie in deinem privaten Alltag auch deinen Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

  • Große Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt: Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Erzieherausbildung bist du begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt sehr viele offene Stellen, die besetzt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Ganztagsbetreuung von Kindern in der Zukunft noch weiter zunehmen wird. Daher findest du dann auch verhältnismäßig leicht eine attraktive Arbeitsstelle.

  • Vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung: Es steht eine große Bandbreite an unterschiedlichen Fort- und Weiterbildungen zur Verfügung. Dadurch kannst du dein Wissen und deine Fähigkeiten gezielt ausbauen. Das erlaubt es dir, dich auf ein Berufsfeld deiner Wahl zu spezialisieren. Interessant sind zum Beispiel Fortbildungen in der Sozialpädagogik. Oder du absolvierst eine Ausbildung als Erzieherin für Ausländer und spezialisierst dich genau auf diese Arbeit. Alternativ kannst du auch eine pädagogische Zusatzqualifikation erwerben.

Kinder- und Jugendcoach werden

Was sind die typischen Aufgabenfelder eines Erziehers?

  • Betreuung und Förderung von Kindern: Dies stellt eine wesentliche Kernaufgabe in diesem Berufszweig dar. Im Fokus steht dabei vor allem das Fördern der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder. Das erreichst du beispielsweise durch die Sinneswahrnehmung ansprechende Spiele. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Spieleklassiker Memory. Aber auch zum Beispiel die Hausaufgabenbetreuung oder das Trainieren von Kindern in Sportvereinen können zu deinen Aufgaben gehören.

  • Versorgung und Pflege: Dies stellt ebenfalls einen alltäglichen Schwerpunkt für deine Arbeit dar. Im Rahmen der jeweiligen Vorgaben betreust und unterstützt du die Kinder zum Beispiel beim Zähneputzen nach dem Mittagessen oder allgemein bei der Körperhygiene. Betreust du Kleinkinder, zählt auch das Wechseln der Windeln zu deinen Aufgaben. Unabhängig vom Alter der Kinder musst du grundsätzlich auch darauf achten, dass die dir anvertrauten Kinder regelmäßig trinken und essen.

  • Entwicklung individueller Erziehungsmaßnahmen: Durch den ständigen Umgang mit den Kindern lernst du deren Sozialverhalten kennen und kannst zudem sehr gut die Lernfortschritte der Kinder überprüfen beziehungsweise einordnen. Durch deinen täglichen Umgang mit deinen Schützlingen und die entsprechenden Beobachtungen schätzt du ein, inwieweit es sich um psychisch stabile oder eher labile Kinder handelt und welche Verhaltensauffälligkeiten es gibt. Auf Basis dieser Beobachtungen entwickelst du dann gezielte Erziehungsmaßnahmen. Dadurch hilfst du gezielt zum Beispiel Kinder mit einer Lernschwäche oder anderen Handicaps.

  • Reflektieren und dokumentieren von Erziehungsmaßnahmen: Maßnahmen rund um die Erziehung und der diesbezügliche Einfluss auf die Entwicklung der Kinder hältst du in Berichten fest. In manchen Fällen erstellst du sogar Gutachten für Jugendämter. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Kinder auf die Unterstützung des Jugendamts angewiesen sind. Gemeinsam mit anderen Erziehern oder auch involvierten Sozialpädagogen reflektiert ihr gemeinsam die erzieherische Arbeit.

Betreuung und Förderung von Kindern

Weitere Aufgabenfelder

  • Informieren, anleiten und animieren: Du setzt dich nicht nur mit den Kindern auseinander, sondern beziehst gleichzeitig auch die Eltern oder die Erziehungsberechtigten ein. Diesbezüglich führst du Informationsgespräche und nimmst zum Beispiel an Elternabenden und -kursen teil. Auch das Einzelgespräch mit Eltern über das Verhalten von Kindern zählt zu deinen Aufgaben. Darüber hinaus koordinierst du Veranstaltungen oder im Rahmen gemeinsamer Projekte die jeweils anfallende Elternarbeit. In diesem Zusammenhang kommt es auch oftmals darauf an, Eltern oder andere involvierte Personen zu motivieren und zum Mitmachen zu animieren. Je nach Arbeitsstelle leitest du zudem Praktikanten oder Hilfskräfte an.

  • Konflikte lösen: Kommt es zwischen Kindern zu Konflikten, findest du Möglichkeiten zur Deeskalation. Deine Aufgabe ist es dabei, die Konflikte durch ein Machtwort zu lösen, sondern den Kindern einen Weg aufzuzeigen, wie sie mit der Situation umgehen und wie die Streithähne die Konflikte lösen können.

Diese Arbeitsstellen sind prädestiniert für den Arbeitsbereich Erziehung

Es gibt in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, im Arbeitsbereich Erziehung tätig zu werden. Du musst dich also nicht nur auf klassische Betätigungsfelder, wie zum Beispiel Kindergärten und Kindertagesstätten, im Hinblick auf deine Jobwahl fokussieren. 

Neben dieser klassischen Arbeitsstellen für ausgebildete Fachkräfte im Bereich Erziehung kannst du zum Beispiel auch in der Tourismusbranche oder im Sozialwesen arbeiten.

Dies sind die möglichen Arbeitsstellen mit der höchsten Relevanz:

  • Kindergärten
  • Kindertagesstätten
  • Schulen (öffentlich und privat)
  • Wohngruppen für Jugendliche
  • Wohnheime oder Tagesstätten für Menschen mit Handicaps
  • Familien- und Suchtberatungsstellen
  • Hotels und Jugendherbergen

Wenn es um den Arbeitsbereich Erziehung geht, gibt es viele Möglichkeiten für eine Karriere. Es gibt eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die für Personen geeignet sind, die eine Leidenschaft für Kinder und Jugendliche haben und ihre pädagogischen Fähigkeiten einsetzen möchten.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.