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Wie gelingt dir eine Sozialcoach Ausbildung?

Sozialcoach Ausbildung
Verfasst von Daniel Duddek

Hast du eine soziale Ader und liebst es, Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele zu begleiten? Kannst du dich gut in andere Personen hineinversetzen und bist frei von Vorurteilen? Wie wäre es dann mit einer Sozialcoach Ausbildung?

Als Coach fungierst du als Berater für deine Klienten. Du hilfst ihnen, sich persönlich weiterzuentwickeln und an sich selbst zu arbeiten, um beispielsweise wieder einen Job zu bekommen oder sozial mehr Anschluss zu finden.

Deine Arbeit dient also nicht nur dem Geldverdienen, sondern hat wirklich Sinn. Manchmal kommen auch Personen mit familiären Problemen zu dir, etwa weil ihre Kinder verhaltensauffällig sind.

In diesen Fällen schlüpfst du in die Rolle einer Erziehungsberatung. Eine Schulung zum Thema Emotionscoaching für Kinder hilft dann dabei, die Eltern zu beraten, wie sie die Gefühle ihres Nachwuchses richtig verstehen und deuten. Zudem vermittelst du die Personen bei Bedarf an weitere Anlaufstellen. Hierfür ist ein enges Netzwerk von Vorteil.

Welche Aufgaben du als Coach noch hast, erfährst du im nächsten Abschnitt dieses Artikels. Dabei gehen wir auch darauf ein, welches die ersten Schritte sind, wenn ein neuer Klient zu dir kommt. Anschließend verraten wir, welche Qualifizierung du für ein Coaching benötigst und welche persönlichen Eigenschaften du dafür mitbringen solltest.

Welche Aufgaben hat ein Sozialcoach?

Ebenso wie ein Kinder- und Jugendcoach ist ein Sozialcoach dafür da, Menschen bei der Bewältigung täglicher Herausforderungen zu unterstützen. Die Tätigkeit beschränkt sich jedoch nicht auf die Arbeit mit Kindern, sondern schließt erwachsende Personen mit ein.

Bei jedem neuen Klienten führt ein Coach zunächst eine Bedarfsanalyse durch. Diese dient dazu, die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen zu identifizieren.

Ebenso erfolgt eine Einschätzung der aktuellen sozialen Fähigkeiten des Klienten sowie eine Identifizierung seiner Entwicklungsbereiche. Auf Grundlage dessen können dann konkrete und vor allem realistische Ziele für seine Entwicklung festgehalten werden.

Wichtig ist es, Zwischenziele in Form von Meilensteinen festzulegen, an denen sich der Klient orientieren kann, sodass das nächste Entwicklungsziel nicht unerreichbar scheint. Erfolgreich absolvierte Teilziele motivieren zum Durchhalten und sorgen dafür, dass der Klient weiter an sich arbeitet.

Um ihm zu helfen, hast du die Wahl aus verschiedenen Methoden. Welche du wählst, ist abhängig von dem Entwicklungsziel. Möglich ist Hilfe beispielsweise bei diesen Problemen:

  • Arbeitslosigkeit: Als Coach kannst du die Entwicklung von sozialen Kompetenzen im beruflichen Umfeld vorantreiben. Dazu zählt die Fähigkeit zur Teamarbeit und effektiven Kommunikation am Arbeitsplatz. Es geht hierbei also vorrangig um eine Beratung zur Verbesserung der sozialen Aspekte der beruflichen Leistung. Ebenso kannst du dem Klienten beim Schreiben von Bewerbungen helfen und Bewerbungsgespräche üben.

  • Soziale Ängste: Viele Menschen haben Schwierigkeiten beim Umgang mit anderen Personen. Du kannst diese Personen bei der Integration in soziale Gruppen und Gemeinschaften unterstützen. Hierfür hilfst du ihnen beim Aufbau von Selbstvertrauen in verschiedenen sozialen Kontexten und führst Kommunikationstrainings durch. Möchtest du mit Heranwachsenden daran arbeiten, selbstbewusst durchs Leben zu gehen, kannst du als Resilienztrainer für Kinder tätig sein.

Des Weiteren kann ein Sozialcoach Hilfestellung bei zwischenmenschlichen Konflikten geben. In diesem Fall arbeitet er mit dem Klienten an der Vermittlung von Strategien zur Erkennung und konstruktiven, gewaltlosen Bewältigung von Konflikten.

Welche Qualifizierung hat ein Sozialcoach?

Da Sozialcoaching keine geschützte Berufsbezeichnung ist, benötigst du nicht zwingend eine bestimmte schulische Voraussetzung, um in diesem Bereich zu arbeiten.

Dennoch solltest du im besten Fall ein Studium im sozialen Bereich oder eine zertifizierte Weiterbildung in sozialer Arbeit abgeschlossen haben, um ein gewisses Grundverständnis mitzubringen.

Positiv wirkt es sich ebenfalls aus, wenn du bereits praktische Erfahrungen in verwandten Bereichen wie Sozialarbeit, Pädagogik, Soziologie oder Psychologie gesammelt hast. Praktika in sozialen Organisationen, Kitas und Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen können ebenfalls wertvoll sein.

Im nächsten Schritt kannst du eine Weiterbildung zum Coach absolvieren. Coaching-Ausbildungen vermitteln dir vertiefte Kenntnisse im Bereich Beratung und zeigen Methoden auf, wie du deinen Klienten helfen kannst. Bist du bereits als Kindercoach oder anderweitig beratend tätig, wird dir vieles davon sicher schon bekannt vorkommen.

Um erwachsene Klienten optimal zu unterstützen, solltest du mit einer Fortbildung jedoch ebenfalls lernen, wie du auf diese empathisch eingehst.

Als Sozialcoach Erfahrungen in der Pädagogik haben

Ein guter Coach hält sich auch nach einer absolvierten Qualifizierung weiterhin auf dem neuesten Stand. Zu diesem Zweck kannst du Fachzeitschriften lesen oder an Workshops und Seminaren teilnehmen. Ebenso essenziell ist die kontinuierliche Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung, um die Qualität der Beratung aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Tipp: Baue soziale Kontakte innerhalb deiner Branche auf, um als Coach Präsenz zu zeigen. Mit einem erfolgreichen Marketing brauchst du selbst weniger Akquise betreiben, stattdessen finden die Kunden von selbst zu dir.

Das gelingt etwas durch persönliche Empfehlungen, Online-Plattformen oder die Erstellung einer eigenen Website sowie eines ansprechenden Social-Media-Profils. Liegt dir die Marketing-Arbeit nicht, kannst du dich hierfür eine Agentur beauftragen.

Für wen ist die Sozialcoach Ausbildung geeignet?

Möchtest du dich beruflich neu orientieren und eine Umschulung im sozialen Bereich absolvieren, lernst du dabei die Grundlagen pädagogischen Handelns kennen.

Bevor du in die Coachingszene einsteigst, solltest du jedoch praktische Erfahrung sammeln, um dein Wissen adäquat zu vermitteln. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto besser weißt du über deren Bedürfnisse Bescheid.

Stelle dich auch darauf ein, dass du in dem Beruf mit Menschen zu tun hast, die teilweise schwere Schicksale erlitten haben. Folglich solltest du selbst psychisch eine große Stabilität mitbringen, um die Geschichten nicht zu stark an dich heranzulassen. Viele Erwachsende, die unter psychischen Problemen leiden, stellen zudem Ängste bei ihren Kindern fest.

Möglich ist es auch, dass du dich zunächst auf ein Fachgebiet spezialisierst und beispielsweise als Lerncoach Schülern effektive Lernstrategien beibringst.

Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von selbstgesteuertem Lernen, einer Steigerung der Lernmotivation sowie der erfolgreichen Überwindung von bestehenden Lernblockaden. Zudem trägt es zu einem Lernerfolg bei, wenn du daran arbeitest, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.

Des Weiteren solltest du nach der Sozialcoach Ausbildung über Fähigkeiten wie diese verfügen:

  • Empathie, um dich in die Situation deiner Klienten hineinzuversetzen
  • Akzeptanz, damit du mit allen Menschen unabhängig von ihrer Lebenssituation und ihrem kulturellen Hintergrund respektvoll umgehst
  • ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten, um neben dem Zuhören klare Fragen zu stellen und Informationen zu vermitteln
  • Flexibilität und Kreativität zum Finden individueller Lösungen.

Ebenfalls von Bedeutung ist die Gabe, Menschen auf dem Weg ihrer Veränderung zu motivieren. Ihre Ziele erreichen deine Klienten nicht von heute auf morgen, sondern nur dann, wenn sie über Monate hinweg an sich arbeiten.

Über unseren Autor
Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.