Innere Blockaden lösen: Wie du innere Blockaden bei Kindern löst

Verfasst von Daniel Duddek

Die meisten Mütter wünschen sich ein innerlich ausgeglichenes und fröhliches Kind, das selbstbewusst seinen eigenen Weg geht. In der Realität ist das jedoch gar nicht so einfach zu erreichen. Schwierigkeiten in der Familie, der Schule oder dem Freundeskreis können schnell zu einer Menge Stress, Traurigkeit und Wut führen.

 

Lernt ein Heranwachsender nicht, mit diesen Gefühlen umzugehen, manifestieren sich diese im Laufe der Zeit in seinem Unterbewusstsein.

 

Das bedeutet, dass dein Sprössling die Emotionen nicht bewusst wahrnimmt. Dennoch sorgen die innerlich aufgebauten Hürden dafür, dass er Ängste entwickelt und seine Ziele nicht erreicht. Daher solltet ihr die inneren Blockaden deines Kindes möglichst frühzeitig lösen.

 

Bis das gelingt, kann es ein weiter Weg sein. Außerdem erfordert es viel Geduld und Motivation, die aufgebauten Mauern wieder einzureißen.

 

Doch der Kampf lohnt sich: Glückliche Heranwachsende, die mit sich im Reinen sind, haben es auch als Erwachsene später leichter. Sie sind motivierter, selbstbewusster und nicht zuletzt erfolgreicher.

 

Darüber hinaus ist es wichtig, dass ein Kind lernt, seine Emotionen richtig zu deuten. Du kannst ihm dafür ein gutes Vorbild sein. Lass es seine Traurigkeit, Wut und andere negative Gefühle bewusst wahrnehmen. Dann versteht es auch, dass diese ebenso zum Leben dazugehören wie die positiven Momente – und es diese nicht ignoriert. 

 

Wie also kannst du innere Blockaden lösen?

 

In diesem Artikel verraten wir dir, woran du erkennen kannst, dass dein Sprössling innerlich nicht ausgeglichen ist und welche Gründe es hierfür geben kann. Danach möchten wir dir wertvolle Tipps an die Hand geben, mit denen du deinem kleinen Schatz in schwierigen Situationen helfen kannst.

 

 

An welchen Merkmalen erkennst du innere Blockaden?

 

Nicht hinter jeder schlechten Laune deines Kindes verbirgt sich eine Blockade. Für Eltern ist es allerdings nicht immer leicht zu erkennen, ob ihr Sprössling wirklich schnell wieder aus seinem Tief herauskommen wird.

 

Darum ist es besser, lieber eher als zu spät einzugreifen. Hinzu kommt, dass viele innere Mauern weder den Heranwachsenden noch den Erziehungsberechtigten bewusst sind. 

 

Es lohnt sich also, einmal mehr hinzuschauen und das Gespräch mit deinem kleinen Schatz zu suchen. 

 

Je unterschiedlicher, die Kinder sind, desto unterschiedlicher sind auch die Anzeichen für eine Blockade.

 

Häufig treten ein oder mehrere dieser Merkmale auf:

 

  • Schlafstörungen: Innere Unruhe führt oftmals zu Schlafstörungen. Die äußern sich zum Beispiel darin, dass dein Kind sehr lang zum Ruhig werden braucht oder regelmäßig schlecht träumt. Manchmal sind Schlafprobleme nur eine Phase, aber es kann ebenso ein psychisches Problem dahinterstecken.

 

  • Verspannungen: Leidet dein Kind an Kopfschmerzen oder Verspannungen? Dann empfindet es vermutlich zu viel Stress. Versuche, mit ihm in einem ruhigen Moment zu sprechen und mehr über seine Probleme herauszufinden. Anschließend könnt ihr gemeinsam nach Lösungen suchen.

 

  • Magen-Darm-Probleme: Hat dein Schatz regelmäßig Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen, solltest du mit ihm einen Arzt aufsuchen. Hinter diesen Symptomen kann sich eine Lebensmittelunverträglichkeit, aber auch ein emotionales Problem verbergen.

 

  • Müdigkeit: Seelische Probleme können zu körperlicher Schwäche führen, da sie sehr belastend für den Körper sind. Physische Auffälligkeiten solltest du darum nie auf die leichte Schulter nehmen.

 

  • Depression: Sofort Hilfe suchen solltest du, wenn dein Kind sehr häufig traurig ist und sich immer weiter zurückzieht. Denn diese Antriebslosigkeit kann auf eine Depression hindeuten.

 

Meistens treten die Symptome nicht für sich allein auf, sondern in Kombination. Um eine organische Krankheit auszuschließen, solltest du dein Kind im ersten Schritt immer von einem Arzt durchchecken lassen. Findet dieser nichts, haben die Symptome wahrscheinlich psychische Ursachen.

 

Manifest der Potenzialentfaltung für Kinder

 

Was hindert Kinder daran, ihre Potenziale zu entfalten? 

 

Im Kindesalter entstehen viele Blockaden, die eine Person bis ins Erwachsenenalter begleiten. Die Ursache: Häufig verarbeiten Heranwachsende negative Gefühle nicht. Manchmal lernen sie auch nicht, mit Emotionen richtig umzugehen.

 

Darum verankern sie sich im Unterbewusstsein. Von dort hindern sie dich auch Jahrzehnte später noch unbewusst daran, glücklich und erfolgreich zu sein. 

 

Deswegen ist es von großer Bedeutung, dass du bei deinem Kind darauf achtest, Blockaden erst gar nicht entstehen zu lassen. Ursachen für die Bildung innerer Barrieren sind oft folgende:

 

  • Nicht verarbeitete Gefühle: Jeder möchte sich gern glücklich fühlen. Negative Emotionen verdrängen wir darum lieber. Hierzu zählen zum Beispiel Wut oder Eifersucht. Mit der Zeit stauen sich diese immer weiter an. Nur dann, wenn dein Kind unangenehme Gefühle zulässt, kann es diese auch verarbeiten. Je eher ein Heranwachsender das lernt, umso besser. Hilfestellung hierbei kann ein Kinder- und Jugendcoach geben.

 

  • Häufige Sorgen: Leider leben Kinder nicht immer so unbeschwert, wie sich ihre Eltern das wünschen. Es gibt immer wieder Phasen, in denen Ängste bei Kindern auftreten. Leidet dein Sprössling beispielsweise unter Mobbing, Prüfungs- oder Trennungsangst, zieht er sich womöglich häufig zurück.Darum kann es seine Potenziale nicht entdecken und entfalten. Unterstützt du dein Kind beim Einreißen seiner inneren Mauern, kann es seine Sorgen loswerden und selbstbestimmt leben.

 

  • Geringes Selbstvertrauen: Häufig bekommen Heranwachsende Sätze gesagt wie „Das kannst du nicht“. Hören sie diese zu oft, können Kinder kein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen. Stattdessen speichern sie die Ablehnungen in ihrem Unterbewusstsein. Haben sie keine Erfolgserlebnisse, kann sich die innere Überzeugung nicht ins positive umwandeln.

 

Wenn du dein Kind aufmerksam beobachtest und die das Entstehen einer inneren Blockade beobachtest, kannst du bereits frühzeitig eingreifen. Damit legst du einen wichtigen Grundstein für seine weitere positive Entwicklung. 

 

Inneren Blockaden lösen: Wie sagst du inneren Hürden den Kampf an?

 

Hindern unsichtbare Mauern dein Kind daran, seinen Weg zu gehen, solltet dir dagegen etwas tun. Andernfalls wird es vielleicht sein ganzes Leben lang unsicher sein und Selbstzweifel haben. 

 

Zum Glück existieren einige bewährte Methoden, mit denen du und dein Sprössling an der Beseitigung der Blockaden arbeiten können:

 

  • Ursachen finden: Versuche gemeinsam mit deinem Schatz herauszufinden, wodurch die inneren Hürden entstanden sind. Dann könnt ihr dieses Erlebnis gemeinsam aufarbeiten und du kannst versuchen, ihm seine Ängste zu nehmen.Manchmal führt auch eine bestimmte Lebensweise zu einer Blockade. In dem Fall hilft es, sich diese bewusst zu machen und nach Änderungsmöglichkeiten zu suchen.

 

  • Positive Glaubenssätze: Die negativen Gedanken, die im Kopf deines Sprösslings verankert sind, können Schritt für Schritt durch neue, positive Mantras ersetzt werden.Wenn sie dein Kind wegen seines Aussehens mobben, dann kann sein neuer Glaubenssatz lauten: „Ich bin schön!“ Hat dein Kind seinen persönlichen Power-Spruch gefunden, dann sagt ihn jeden Tag zusammen auf. Zum Beispiel beim Aufstehen und vor dem Einschlafen.

 

  • Neue Erfahrungen: Um eine innere Hürde zu überwinden, muss dein Kind seine bisherigen Verhaltensmuster durchbrechen. Hierfür braucht es Mut und Motivation. Gib ihm zu verstehen, dass du es unterstützt. Hat dein Kind beispielsweise Angst davor, einen Vortrag zu halten, könnt ihr diesen gemeinsam einüben. Frage dein Kind außerdem: „Was ist das Schlimmste, das bei dem Referat passieren kann?“ Dann wird es feststellen, dass alles gar nicht schlimm ist.

 

  • Nicht davonlaufen: Natürlich kann es bei der Überwindung von Mauern immer wieder Rückschläge geben. Wichtig ist, sich davon nicht unterkriegen zu lassen! Nur, wenn dein Kind regelmäßig weiter an sich arbeitet, wird es seine Ängste irgendwann hinter sich lassen können.

 

4 Tipps, um inneren Blockaden vorzubeugen

 

4 Tipps, um inneren Blockaden vorzubeugen

 

An dieser Stelle möchten wir dir gern noch ein paar Tipps an die Hand geben, wie du der Entstehung von Blockaden vorbeugen kannst.

 

Diese Regeln sind sowohl für dich selbst als auch für dein Kind anwendbar. Denn auch im Erwachsenenalter können persönliche Hürden entstehen, die dich an der Erreichung deiner Ziele hindern. 

 

Was hilft dir und deinem Kind zu mehr Ausgeglichenheit?

 

  • Zeit zum Entspannen

 

Der Alltag hält eine Menge stressige Situationen parat. Darum solltest du immer wieder für Ruhephasen sorgen. Du kannst zum Beispiel entspannte Musik auflegen und gemeinsam mit deinem Kind kuscheln. Schafft euch regelmäßige Pausen, in denen ihr einfach mal nichts tut. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch zusammen meditieren. 

 

  • Selbstbewusstsein stärken

 

Das Selbstbewusstsein bei Kindern zu stärken, ist eines der wichtigsten Aufgaben von Eltern. Am besten gelingt das, wenn du deinen Sprössling oft lobst und ihn in viele Aufgaben einbindest. Dadurch kann er sich in seinem sicheren Rahmen ausprobieren. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr euch ein Gericht aussucht und dieses gemeinsam kocht? 

 

  • Sport treiben

 

Sport hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist gesund. Joggen oder Fahrrad fahren eignet sich gut dafür, den Kopf freizubekommen. Noch mehr Spaß macht körperliche Betätigung gemeinsam. Such dir mit deinem Kind eine Sportart aus, die euch beiden Spaß macht. Viele Kinder gehen etwa gern klettern oder möchten ihre Balance auf der Slackline trainieren. 

 

  • Regelmäßiger Austausch

 

Je besser du weißt und verstehst, was in deinem Kind vorgeht, desto besser kannst du es unterstützen. Die beste Vertrauensbasis habt ihr, wenn dein kleiner Schatz bei Problemen von selbst zu dir kommt. Durch regelmäßige Gespräche könnt ihr dafür eine gute Basis schaffen. Achte hierbei darauf, auch über deine Gefühle zu sprechen. Auf diese Weise sieht dein Sprössling, dass er seine Emotionen nicht verstecken muss.

 

Innere Blockaden lösen: Was tun, wenn die Hürden zu groß sind?

 

Ist eine Situation zu festgefahren, kommt irgendwann die beste Mutter an ihre Grenzen. In diesem Fall ist professionelle Hilfe ratsam. Hierfür kannst du dich beispielsweise an eine Beratungsstelle wenden oder mit deinem Kind einen Psychologen aufsuchen. 

 

Mach dir keine Vorwürfe, wenn dein Kind seine inneren Mauern nicht aus eigener Kraft überwinden kann!

 

Es ist normal, dass es im Leben Situationen gibt, aus denen viele allein nicht mehr herauskommen. Vor allem, wenn nach einem Schicksalsschlag dein Kind an Verlustangst leidet, kann ihm eine neutrale Person oft besser helfen. Außerdem fällt es vor einer dritten Person manchmal leichter, freizusprechen.

 

Gib deinem Sprössling die Gelegenheit, sich professionell helfen zu lassen.

 

Darüber hinaus solltest du dein Kind nicht unter Druck setzen. Innere Blockaden sind ein psychisches Problem. Das heißt, dass sich die Schwierigkeiten nicht von jetzt auf gleich in Luft auflösen. Doch viele kleine Schritte führen zum Erfolg!

 

Ist die Belastung für dich zu groß, kannst du Kontakt zu Müttern suchen, denen es ähnlich geht. In vielen Städten gibt es etwa Selbsthilfegruppen. Beim Austausch mit Personen, die sich in einer ähnlichen Situation wie du befinden, kannst du neue Energie tanken. 

 

Innere Blockaden lösen: Das kann mitunter ein langwieriger Prozess sein. Gib deinem Kind die Zeit, die es benötigt. Geduld und Zuversicht zu zeigen, sind nicht immer einfach – allerdings sind es die wichtigsten Instrumente, um deinem Schatz zu helfen.

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Daniel Duddek

ÜBER DEN AUTOR

Daniel ist der Entwickler des Stark auch ohne Muckis-Konzeptes. Nachdem er im Jahr 2004 eine Entscheidung gegen die schiefe Bahn und für ein starkes und integres Leben traf, widmete er sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mobbing. Das zu einer Zeit, in der fast niemand über das Thema sprach. Er ist Vater von zwei Kindern, Erzieher, ausgebildeter Trainer und Coach und hat sein eigenes System in den letzten 12 Jahren erst entwickelt, dann evaluiert und nun so rund geschliffen, dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, um Kinder nachhaltig zu stärken.

Daniel Duddek

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